Unihockey Champions Cup
Alle Schweizer Teams scheitern im Halbfinal

Die drei im Wettbewerb verbliebenen Schweizer Teams am Europacup-Finalturnier in Zürich haben die Finalteilnahmen verpasst. Wiler unterliegt Jyväskylä 4:7, GC verliert gegen Falun 6:8 und die Frauen von Piranha Chur verlieren gegen Ostrava mit 1:2.

Sandro Mühlebach
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Jubelnde Wiler-Spieler wie hier im Gruppenspiel gegen Lekrings gab es im Halbfinal nicht häufig zu sehen.

Jubelnde Wiler-Spieler wie hier im Gruppenspiel gegen Lekrings gab es im Halbfinal nicht häufig zu sehen.

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Sowohl Wiler-Ersigen und die Grasshoppers bei den Männern, als auch Piranha Chur bei den Frauen verloren ihren Halbfinals. Statt heute um Gold zu spielen, müssen die Schweizer Vertreter an ihrem Europacup-Turnier vor heimischer Kulisse mit Platz 3 Vorlieb nehmen. Die Bronzemedaille wird in der Saalsporthalle nicht ausgespielt.

Wiler verlor gegen Happee Jyväskylä (Fi) 4:7, GC gegen Falun (Sd) 6:8. Noch in der Vorrunde hatten Wiler und die Grasshoppers die finnischen, respektive schwedischen Gegner besiegt. In den Halbfinals zogen sie dann aber jeweils den Kürzeren. Das Schweizer Männer-Unihockey muss damit ein weiteres Jahr auf den zweiten Europacup-(Heim)sieg nach 2005 (Wiler-Ersigen) warten.

GC und Wiler scheitern bei den Männern

Gastgeber und Cupsieger GC war nahe dran, den schwedischen Meister und Europacup-Titelverteidiger aus Falun zu stürzen. Die Zürcher um ihren Superstar Kim Nilsson gerieten zwar bis zur 49. Minute 4:7 in Rückstand, kamen aber in der Schlussphase noch einmal bis auf ein Tor heran. Im hektischen Finish verzeichnete GC zudem noch einen Pfostenschuss und scheiterte zweimal nur ganz knapp. Sieben Sekunden vor dem Ende machte Emil Johansson mit einem «empty netter» für Falun alles klar.

Schweizer Meister Wiler-Ersigen ging gegen den finnischen Champion Happee Jyväskylä kurz vor Spielmitte 2:1 in Führung. Jyväskylä drehte aber die Partie mit drei Toren bis zur 49. Minute, besass in der Schlussphase die besseren Nerven und erhöhte bis zur 59. Minute auf 7:3. Der Anschlusstreffer durch Patrick Mendelin, der auch im dritten Spiel von Wiler an diesem Turnier mindestens zwei Tore erzielte, kam zu spät.

Auch die Frauen scheitern

Von den Niederlagen der beiden Männer-Teams liessen sich auch die Frauen von Piranha Chur anstecken. Die favorisierten Schweizer Meisterinnen verloren gegen Ostrava nach einem 1:0-Vorsprung (5. Lackova) noch mit 1:2. Chur verpasste es, die Führung auszubauen, und wurde dafür hart bestraft.