Fussball

Abschlussstörung nach der Gala

Dietikon trennt sich in der 2. Liga von Zürich-Affoltern trotz klarem spielerischen Übergewicht 1:1. Es mangelte einzig an der Treffsicherheit.

Wozu würden die Gala-Dietiker von vergangener Woche (9:0 gegen Schwamendingen) diesmal fähig sein? Die Verzückung schürte die Spannung vor dem Match gegen Zürich-Affoltern. Doch es zeigte sich bald, dass der verbale Mahnfinger von Trainer Goran Ivelj («Das ist ein neues Spiel») seine Berechtigung hatte. Die Affoltermer vermochten zwar spielerisch ebenfalls nicht mit den Limmattalern mitzuhalten, körperlich aber war es ihnen ebenbürtig.

Damit herrschten ähnliche Voraussetzungen wie zu Beginn der Rückrunde beim Auftritt der Dietiker beim «anderen Affoltern» im Säuliamt, den der FCD trotz deutlicher Überlegenheit 1:2 verlor. Zu Beginn roch es aber ein wenig nach einem neuerlichen Torfestival. Denn der erste Angriff war gleich ein Treffer. Der wiederum starke Aussenverteidiger Marco Bolli zwang Torhüter Diego Christ mit einem harten Schuss zu einer ungenügenden Abwehr, an deren Ende Raphael Candreia das 0:1 markierte (4.). In der Folge waren die Rollen klar verteilt, Gefährliches aber vermochten die Dietiker, bei denen Luca Figlioli nach rund einer halben Stunde verletzt aufiel, in der ersten Halbzeit nicht mehr zu kreieren. Das sollte sich ändern.

Die Leichtigkeit vor dem Tor fehlt

Der zweite Abschnitt wurde zu einem Protokoll des Dietiker Scheiterns: Candreia (66.), Dejan Markovic (77.) und Durim Bunjaku (89.) vergaben die vielversprechendsten Möglichkeiten. Symptomatisch dafür das Vergeigen von Markovic: Er schoss aus wenigen Metern einen auf der Torlinie liegenden Affoltermer an. «So viel Glück kann man gar nicht haben, Heilandsack!», entfuhr es Dietikons Ehrenpräsident Hans Baumann bei den Zuschauern. Die Gastgeber machten es besser: Zwei Chancen, ein Treffer. Oliver Winzeler verwertete eine Flanke nach einem unberechtigten Freistosspfiff zum 1:1 (62.). «Ein Tor aus dem Nichts, doch ich », resümierte FCD-Trainer Goran Ivelj, der sich zu Recht über die gelb-rote Karte gegen Bunjaku enervierte. Diese entsprang einer Missinterpretation des Unparteiischen.

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