Noch etwas mehr als eine Woche, dann steht wieder der Limmat-Cup auf dem Programm. Die Turnhalle Büel in Unterengstringen wird dann ganz im Zeichen des Kunstturnens stehen. Turnerinnen der Kategorien EP und vom P1 bis P6 werden ihr Können zeigen, und zwar sowohl einzeln als auch in Teams.

Auch für die 46. Ausgabe des Traditionsanlasses können sich die Organisatoren über eine hohe Zahl von Teilnehmerinnen freuen. Rund 400 Turnerinnen werden sich in Unterengstringen messen. Damit ist der Limmat-Cup ausgebucht. Weitere Turnerinnen wurden auf eine Warteliste gesetzt.

Dass die Zahl der Teilnehmerinnen hoch ist, ist man sich beim Organisationskomitee gewohnt. «Der Limmat-Cup ist eigentlich immer schnell ausgebucht», sagt OK-Präsident Michael Wirz. «Sobald der Wettkampf ausgeschrieben ist, geht es jeweils relativ schnell.» Dieses Jahr war das Teilnehmerinnenfeld des Limmat-Cups in der zweiten Kalenderwoche voll.

Doch warum gibt es auf den Engstringer Wettkampf einen solchen Run? «Es hat sicher auch damit zu tun, dass es sich um einen Qualifikationswettkampf für die Schweizer Meisterschaft handelt», so Wirz. «Und davon gibt es in der Schweiz eben nicht so viele.» Tatsächlich werden schweizweit für die Kategorien P1 bis P5, die neben der Kategorie P6 am Limmat-Cup zugelassen sind, nur sieben Qualifikationswettkämpfe organisiert.

Die Turnerinnen müssen dabei an mindestens zwei Wettkämpfen teilnehmen, wobei zumindest einer davon extern sein muss. Je mehr Wettkämpfe, desto grösser die Chance auf eine Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft. «Sie brauchen gute Resultate, um sich zu qualifizieren», so Wirz.

TV Engstringen ohne Riege

Um die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaft kämpfen auch Turnerinnen aus dem Limmattal. Allerdings nicht vom TV Engstringen. Der organisierende Verein hat keine Kunstturnriege mehr. Dafür sind die Riegen vom Kutu Urdorf und Kutu Weiningen dabei.

Die Weiningerinnen werden dabei von Emmi Schmid-Schubiger betreut. Die 73-Jährige trainiert schon seit 50 Jahren Kunstturnerinnen in Weiningen. Beim Limmat-Cup wird sie mit Turnerinnen der Kategorien P1 bis P4 vertreten sein, wobei die P3-Gruppe am stärksten einzuschätzen sei. «Aber es ist für uns schwierig», sagt Schmid-Schubiger. «Denn andere Riegen sind in regionalen Leistungszentren aktiv.» Diese Spitzenturnerinnen trainieren extern und haben daher einen Vorteil gegenüber jenen Turnerinnen, die nur im Verein aktiv sind.

Mädchen sollen Freude haben

Das hat sich bereits im vergangenen Jahr gezeigt, als in der Einzelwertung keine Turnerin aus dem Limmattal einen Rang unter den Top-20 erreichte. Die beste Klassierung schaffte Sarah Graf vom Kutu Weiningen, die in der Kategorie P3 Rang 22 erreichte. Vom Kutu Urdorf klassierte sich Emi Kröbl in der Kategorie P2 am höchsten – auf Rang 23. Und im P4 holte sich Vanessa Zimmermann vom Kutu Weiningen mit dem 24. Platz das beste Resultat. Immerhin schafften die Weiningerinnen bei den Mannschaften in der Kategorie P2 den sechsten Platz.

Und was erwartet Schmid-Schubiger in diesem Jahr? «Wir hoffen natürlich auf gute Resultate», sagt sie. «Aber damit die Mädchen ihre Leistung abrufen können, müssen sie Freude haben und motiviert sein.» Das dürfte beim einzigen Qualifikationswettkampf im Limmattal kein Problem sein.