Das schöne Wetter am vergangenen Wochenende zog die Leute in Scharen ins Freie. In Engstringen jedoch spielte sich beim 42. Limmat-Cup der Kunstturnerinnen alles drinnen in der kühlen Turnhalle Büel ab. Das heisst, nicht ganz alles. Die Festwirtschaft brummte im Freien auf vollen Touren.

Auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage des Journalisten, warum man denn bei solchen äusseren Bedingungen den Wettkampf nicht einfach openair durchführte, schmunzelte Cornelia Gujan vom Organisationskomitee: «Sie belieben zu scherzen. Da gibt es soviele Vorgaben vom Verband, das geht leider nicht.» In früheren Jahren jedoch sei der Limmat-Cup unter freiem Himmel ausgetragen worden. «Daran kann ich mich noch gut erinnern. Damals turnte ich selber noch», so Gujan.

Minuten später setzte sie sich abermals an ihren Tisch in der Turnhalle und waltete wieder ihres Amtes. Gujan half am Wochenende nicht nur in Engstringen als gestrenge Punkterichterin aus. Die Ustermerin ist die höchste Punkterichterin des Kantons Zürich und seit vielen Jahren im OK des Limmat-Cups dabei.

«Es geht mit jedem Jahr besser»

Apropos Organisation. Obwohl der Turnverein Engstringen längst keine eigene Kunstturnriege mehr hat, hält er an der Durchführung des Limmat-Cups fest. «Es ist einfach immer wieder ein toller Anlass», so Pressechefin Susan Erni. Die gebürtige Winterthurerin rutschte vor zwei Jahren «einfach so» ins Organisationskomitee und leistet gerne ihren Anteil zum Gelingen des weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannten Anlasses.

«Es geht mit jedem Jahr besser», schmunzelt sie. Der zeitliche Aufwand am Cup-Wochenende sei zwar für alle Beteiligten enorm («wir öffnen die Halle an beiden Tagen jeweils um 6.45 Uhr»), zum Wohle der sportlichen Jugend nehme man dies jedoch sehr gerne in Kauf. Eine Zahl in diesem Zusammenhang lässt aufhorchen. Laut Erni läpperten sich die geleisteten Helferstunden im vergangenen Jahr ganz schön zusammen. Total 872 waren es schliesslich. Gut investierte Zeit notabene.