Fussball
1:4: Urdorf ist zurück auf dem harten Boden der Tatsachen

Die abstiegsbedrohten Limmattaler unterlagen nach zuletzt zwei Siegen wieder. Gegen United Zürich waren sie chancenlos und verloren 1:4. Der Rückstand auf den rettenden 11. Platz beträgt jetzt wieder 5 Punkte.

Raphael Biermayr
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1:4 – Urdorf ist zurück auf dem harten Boden der Tatsachen
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Urdorfs Dominic Galindo gewinnt das Luftduell
Urdorfs Marco Stara hat keine Chance im Zweikampf
Urdorf-Torhüter Michael Schürch hat das Nachsehen

1:4 – Urdorf ist zurück auf dem harten Boden der Tatsachen

Limmattaler Zeitung

Andrea Pasinelli hatte genug gehört. Die typischen lieblos geäusserten Aufmunterungen von seinen Mitspielern nach einem einfachen Ballverlust konterte der Urdorfer Stürmer schnoddrig: «Nein Jungs, es ist nicht gut. Wir spielen scheisse.» Tatsächlich war der von Haus aus limitierte FCU weit weg von seinen Möglichkeiten. Gegen ein spielstarkes und extrem aggressiv forecheckendes Team wie United Zürich musste das ins Auge gehen. Mit vereinten Kräften schafften es die Limmattaler, die erste Halbzeit mit nur einem Gegentreffer zu überstehen. Dieser fiel erst noch «billig»: Der frühere Profi Ivan Previtali konnte nach einem Eckball vom Elfmeterpunkt unbedrängt einschieben (36.). Die Urdorfer ihrerseits hatten bis zum Halbzeitpfiff keine einzige Tormöglichkeit.

Eine Packung drohte

Etwas Gefahr brandete erst bei einem knapp über das Tor zischenden Freistoss von Ronaldo Baumann auf. Dieser eigentlich kleine Funke war die Initialzündung für eine kaum für möglich gehaltene Urdorfer Reaktion. Die «Stiere» hielten dagegen - und liefen in den Hammer. Der vormalige Dietiker Indrit Dzaferi und Joël Dakouri spielten die Abwehr mit einem doppelten Doppelpass schwindlig, Dzaferi traf zum 0:2 (58.). Jetzt drehte die Windrichtung. Urdorf war demoralisiert, United nicht mehr zu halten. Nur dank Torwart Michael Schürch und der Verspieltheit der Gäste kassierten die Limmattaler in den ersten Minuten nach dem Treffer nicht Gegentore am Fliessband. Das 0:3 durch Dzaferi fiel «erst» in der 75. Minute.

Jetzt bewiesen die Gastgeber, dass doch noch Moral in ihnen steckt. Der eingewechselte Marc Flüglistaller lancierte den ebenfalls frischen Davide Ramaglia herrlich - 1:3 (82.). Die Gastgeber kämpften in der Folge leidenschaftlich. Doch es war längst zu spät. In der Nachspielzeit traf Boletin Hasani zum hoch verdienten Endstand von 1:4.

Hoffnung aus der 2. Liga inter

Weil es bei der Partie der Direktkonkurrenten Siebnen - Wallisellen einen Sieger gab (0:2), beträgt der Urdorfer Rückstand auf Platz 11 nun bereits wieder fünf Punkte. Allerdings winkt den «Stieren» eine zusätzliche Chance auf den Klassenverbleib, denn nach aktuellem Stand steigt kein Team des Zürcher Verbands aus der 2. Liga interregional ab. Würde es so bleiben, würden die beiden Drittletzten der regionalen 2.-Liga-Gruppen nicht absteigen; steigt nur eine ab, bleibt der bessere Drittletztplatzierte oben.