Ihre Klubkollegin Lisa Urech unterbot mit 13,32 Sekunden erstmals die EM-Limite.

Das Hürdenduell zwischen den beiden Vereinskolleginnen vom SK Langnau war mit Spannung erwartet worden und das Publikum im Stadio Comunale wurde nicht enttäuscht. Gleich im Vorlauf brillierten Noemi Zbären und Lisa Urech mit einer persönlichen Saisonbestzeit. Zbären lief die 100 m Hürden in 13,03 Sekunden, womit sie die mit zu viel Windunterstützung gelaufenen 12,95 vor zehn Tagen in Landquart bestätigte. Urech wurde in 13,32 gestoppt und unterbot die Limite für die EM in Zürich um fünf Hundertstel. Ein wichtiger Schritt für die Schweizer Rekordhalterin, die erst am letzten Wochenende nach knapp zwei Jahren und mehreren Hüftoperationen auf die Wettkampfplätze zurückkehrte.

Im Final gelang Noemi Zbären mit 13,14 Sekunden wiederum eine schnelle Zeit. Die U20-Europameisterin wurde Zweite und freute sich, "dass die Form schon jetzt passt." Lisa Urech geriet im Final ungefähr bei Rennhälfte aus dem Tritt und musste ihren Lauf abbrechen. Urech: "Es ist schwer zu sagen, ob das nur eine Kopfsache ist. Klar bin ich von diesen Zeiten sehr enttäuscht und es ist nun eine grosse Aufgabe für mich, rasch den Rennrhythmus zu finden. Wichtig ist, dass ich geduldig bleibe und nicht in eine Negativspirale gerate. Die EM-Limite war für mich heute ein weiterer Schritt. Nun bereite ich den nächsten vor." Urech wird bereits am kommenden Sonntag beim internationalen Meeting in Marrakesch (Mar) wieder laufen.