Man sei "völlig geschockt darüber, wie eine Institution mit so hohem Ansehen wie der CAS eine Diskriminierung gutheissen kann, ohne mit der Wimper zu zucken", kommentierte der Verband das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne. Ein Einspruch gegen den Entscheid im Streit um Testosteron-Grenzwerte für Frauen muss innerhalb von 30 Tagen beim Bundesgericht in Lausanne erfolgen.

Der CAS hatte am Mittwoch den Einspruch der 28-jährigen Südafrikanerin Semenya und des südafrikanischen Verbands abgelehnt. Damit tritt am 8. Mai eine Regel des Leichtathletik-Weltverbandes in Kraft, mit der Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen festgesetzt werden. Die Regelung gilt für Strecken zwischen 400 Metern und einer Meile (1609 Meter).