Sports Awards
Kariem Hussein ist Newcomer des Jahres

Eigentlich wollte Kariem Hussein Fussballprofi werden. Nun studiert der 25-jährige Medizin und macht in der Leichtathletik Schlagzeilen. Als Europameister über 400 m Hürden verdiente er sich die Auszeichnung als Newcomer des Jahres 2014.

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Der Leichtathlet Kariem Hussein gewinnt einen Credit Suisse Sports Award in der Kategorie Newcomer des Jahres.

Der Leichtathlet Kariem Hussein gewinnt einen Credit Suisse Sports Award in der Kategorie Newcomer des Jahres.

Keystone
Dominique Gisins Charme überzeugte auch das Publikum.
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Roger Federer gewann die Wahl bereits zum sechsten Mal.
Sportlerin des Jahres Dominique Gisin mit Sportler des Jahres Roger Federer.
Die Tennisspieler Marco Chiudinelli, Roger Federer, Michael Lammer und Captain Severin Lüthi (von links) gewinnen den Sports Award in der Kategorie Team des Jahres.
Die Langlauf-Trainerin Guri Hetland gewinnt den Sports Award in der Kategorie Trainerin des Jahres.
Marcel Hug gewinnt einen Credit Suisse Sports Award in der Kategorie Behindertensportler des Jahres.
Roger Federer (rechts) und Dario Cologna applaudieren Dominique Gisin.
Für Bundesrat Alain Berset scheinen die Sports Awards eine ernste Angelegenheit zu sein.
Die Olympiasiegerin Dominique Gisin ist glücklich über ihre Wahl.
Roger Federer auf dem roten Teppich.
Die Eishockeytorhüterin Florence Schelling.
Das Schweizer Davis Cup Team mit den Tennisspielern Marco Chiudinelli, Michael Lammer, Roger Federer und Team-Captain Severin Lüthi.
Dominique Gisin freut sich über den Titel.
Der Snowboarder Iouri Podladtchikov auf dem roten Teppich.
Die Kunstturnerin Julia Steingruber.
Der ehemalige Schweizer Fussball-Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld.
Ein Autogramm von Roger Federer war gefragt.
Schwinger Christian Stucki mit Freundin Cecile.
Der Schwingerkönig Matthias Sempach.
Ex-Skirennfahrer Bernhard Russi mit Ehefrau Mari.
In Tuchfühlung mit dem grössten Star des Schweizer Sports.
Auch die Unterschrift von Snowboarder Iouri Podladtchikov war gefragt.
Der Leichtathlet Kariem Hussein gewinnt einen Credit Suisse Sports Award in der Kategorie Newcomer des Jahres.
Die Leichtathletin Mujinga Kambundji (links) mit ihrer Schwester auf dem roten Teppich.
Ein Foto mit King Roger, der Traum für viele Fans.
Kariem Hussein, der Leichtathletik-Europameister über 400 Meter Hürden.
Die Skirennfahrerinnen Lara Gut, Dominique Gisin und Tamara Wolf (von links) schreiten über den roten Teppich.

Dominique Gisins Charme überzeugte auch das Publikum.

Keystone

Der Ostschweizer kennt keine halbe Sachen. Im Medizinstudium bestand er diesen Sommer die letzten Prüfungen zum Bachelor. Bis 2019 wird er auch den Master abschliessen. Für dieses Ziel hat er sich die Zeitspanne von fünf statt drei Jahren gesetzt, damit er in der Leichtathletik auch im Hinblick auf Rio 2016 kaum Kompromisse eingehen muss. Beruflich ist Hussein so erfolgreich unterwegs wie im Sport. Das Ziel einer eigenen Arztpraxis hält er immer vor Augen.

Im Sport setzte Hussein zunächst auf die Karte Fussball. Mit 16 Jahren stand er als Zweitligaspieler beim FC Tägerwilen in dieser Sparte im Zenit. Eine langwierige Bakterieninfektion warf ihn allerdings zurück. An einer Mittelschulmeisterschaft übersprang er im Hochsprung ohne spezifisches Training 2,01 m.

Dies blieb auch Werner Dietrich, dem Entdecker von Werner Günthör nicht verborgen. Hussein sagte sich vom Fussball los und landete nach einigen Umwegen in der Disziplin 400 m Hürden. Mit seinen 1,91 m und 77 kg ist er wie geschaffen für einen Langhürdler. Erst mit 20 Jahren und zu Beginn des Medizinstudiums fand er somit seine Berufung im Sport.

Hussein steigerte sich kontinuierlich. Bereits 2012 unterbot er die Olympia-Limite. An den Spielen in London musste er allerdings verletzungsbedingt passen. Doch der Modellathlet liess sich nicht vom Weg abbringen. Bei seinem Sieg an den EM im Letzigrund lief er erstmals und 49 Sekunden (48,96). Knapp zwei Wochen später war er – inzwischen zum neuen Schweizer Star in der Leichtathletik avanciert – im gleichen Stadion in 48,70 nochmals schneller. Seine persönliche Bestzeit (48,47) stellte der Thurgauer schliesslich zum Saisonende beim Continental Cup in Marrakesch (Mar) auf. Weltweit ist er 2014 die Nummer 4 – als bester Europäer.

Die sportlichen Gene erbte Kariem Hussein von seinem Vater Ehab. Der ehemaliger Volleyball-Internationale aus Ägypten kam als Osteopath ans Spital in Münsterlingen, wo er auch seine Frau, eine Schweizerin, kennenlernte.

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