Kommentar
Vertragsverlängerung mit FCL-Trainer Fabio Celestini: Ein mutiger, aber richtiger Entscheid

Warum Trainer Fabio Celestini beim FC Luzern zu Recht einen neuen Zweijahresvertrag bis Ende Juni 2023 bekommen hat. Und welche Rolle Sportchef Remo Meyer dabei spielt.

Daniel Wyrsch
Daniel Wyrsch
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Fabio Celestini hat beim FCL einen neuen Vertrag unterschrieben.

Fabio Celestini hat beim FCL einen neuen Vertrag unterschrieben.

Bild: Martin Meienberger (Kriens, 09.01.2021)

Der FC Luzern hält weiter an Fabio Celestini fest. Den Ende Saison auslaufenden Vertrag mit dem Trainer hat der Klub jetzt vorzeitig um zwei Jahre bis Sommer 2023 verlängert. Die Mitteilung überrascht auf den ersten Blick nicht, weil Sportchef Remo Meyer immer wieder betont hatte, dass er mit der Arbeit des Übungsleiters sehr zufrieden ist. Andererseits steckt die Mannschaft in einer heiklen Situation. Die Vorbereitung durch die zehntägige Team-Quarantäne ist wegen zahlreicher Coronafälle massiv gestört. Erst am Donnerstag bestreitet der FCL, der sich nach drei verschobenen Partien auf dem Barrageplatz befindet, gegen Servette sein erstes Spiel des Jahres.

Auch wenn Meyer sich seltsamerweise erst heute Fragen zur Vertragsverlängerung stellen will, sendet der Sportchef ein starkes Signal aus: Er vertraut Celestini und dessen Fähigkeiten – und das zu Recht. Der Romand hat für frischen Wind auf der Allmend gesorgt und lässt einen mutigen Angriffsfussball spielen. Die Ergebnisse lassen aber eben noch zu wünschen übrig.

Es ist richtig, dass Meyer nicht zaudert, sondern den Weg mit dem Trainer fortführt. Er hat das Team nach Celestinis Wünschen zusammengestellt. Nach den frühen Trennungen von seinen letzten beiden Coaches René Weiler und Thomas Häberli steht Meyer seinem Trainer nun auch in einer schwierigen Phase bei. Das ist mutig, verbindet Meyer doch damit auch sein Schicksal mit demjenigen von Celestini.