Für Atlético ist es in diesem traditionellen Gipfeltreffen vor Saisonbeginn der dritte Sieg nach 2010 und 2012. Im ersten Wettbewerbsspiel unter Trainer Julen Lopetegui und ohne den abgewanderten Superstar Cristiano Ronaldo erlitten die Königlichen dagegen eine empfindliche Niederlage gegen jenen Gegner aus der europäischen Fussballhauptstadt Madrid, den sie in den letzten fünf Jahren zweimal im Champions-League-Final bezwungen hatten.

Hohes Niveau vor Saisonbeginn

Obwohl die eigentlichen Ernstkämpfe mit dem Beginn der spanischen Meisterschaft erst an diesem Wochenende losgehen, schonten sich die Mannschaften keineswegs. Die Trainer Lopetegui respektive German Burgos liessen mit den vermutlich stärksten Formationen spielen, sieht man davon ab, dass Luka Modric bei Real erst nach 57 Minuten aufs Feld kam.

Was die Spieler vom Anpfiff an zeigten, stimmte mit der Stärke der Aufgebote überein. Gerade die erste Halbzeit war von einem ungeheuer hohen Tempo und hervorragenden Spielzügen geprägt. Die von Diego Costa nach nur 50 Sekunden erzielte Führung für Atlético steht stellvertretend für den hohen Gehalt. Costa, dreifacher WM-Torschütze für Spanien, legte sich den Ball mit einem Rückwärtskopfball vor. Er schüttelte danach zwei Verteidiger ab und bezwang Reals Goalie Keylor Navas mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel. Reals Ausgleich nach 27 Minuten, erzielt mit einem Kopfball von Karim Benzema nach scharfer und präziser Flanke von Gareth Bale, war ebenfalls sehenswert.

Entscheidung durch Sauls Direktabnahme

Ein vom routinierten Schützen Sergio Ramos verwandelter Handspenalty und ein abermals schönes Tor von Costa schraubten das Score bis zum Ende der regulären Spielzeit auf 2:2. In der Verlängerung hatte nur noch Atlético das Sagen. Auf ein prächtiges Tor von Saul, erzielt mit einer Direktabnahme nach 98 Minuten, wusste Real nicht zu reagieren. Sechs Minuten später machte Koke mit dem 4:2 alles klar.