EM-Qualifikation

SFV-Frauen erfüllen mit 2:0-Sieg ihre Pflicht in Rumänien

Nach dem 1:0 legte sich die Nervosität im Schweizer Spiel

Nach dem 1:0 legte sich die Nervosität im Schweizer Spiel

Das Schweizer Frauen-Nationalteam steht kurz vor der Qualifikation für die EM-Endrunde. Dank einem 2:0 auswärts gegen Rumänien verteidigt das Team von Nils Nielsen die Tabellenführung in der Gruppe H.

Die Tore für die SFV-Auswahl im leeren Stadion von Mogosoaia schossen Coumba Sow (29.) und Ana-Maria Crnogorcevic (79.). Beide Treffer bereitete Géraldine Reuteler vor. Für die Schweizer Rekordtorschützin Crnogorcevic vom FC Barcelona war es der 60. Treffer im Nationalteam.

Es war kein glanzvoller Sieg der Schweizerinnen, aber ein hochverdienter. Vor dem 2:0 hatte die SFV-Auswahl mehrere gute Chancen zum Ausbau der Führung verpasst. Dem Schweizer Tor drohte hingegen praktisch nie Gefahr.

Trainer Nielsen hatte in der Startaufstellung einige Änderungen vornehmen müssen, da nach Rahel Kiwic und Viola Calligaris mit Luana Bühler und Noelle Maritz zwei weitere Verteidigerinnen verletzt fehlten. "Zu Beginn spielten wir zu unpräzise, was auch mit den Umstellungen zu tun hatte", sagte Nielsen. Mit Fortdauer der Partie agierten die Gäste aber immer überlegener.

Sow und Reuteler hatten im Vergleich zum Spiel gegen Belgien die Positionen getauscht - mit Erfolg. Die im Zentrum agierende Sow schoss nach Vorlage von Reuteler nach knapp einer halben Stunde das wegweisende 1:0, das die Nerven beruhigte. "Manchmal muss man einfach gewinnen - und das haben wir heute getan", sagte Sow. "Noch mehr als über das Tor freue ich mich aber über die gute Ausgangslage."

Showdown in Belgien

Dank dem sechsten Sieg im siebten Spiel befinden sich die Schweizerinnen vor dem letzten Spieltag in der Pole-Position. Da Belgien seine Partie in Litauen 9:0 gewann, kommt es am 1. Dezember in Leuven zum Showdown um den Gruppensieg. Der Schweiz reicht ein Punkt, um Platz 1 zu verteidigen und sich die direkte Qualifikation zu sichern.

Verliert die SFV-Auswahl beginnt das grosse Rechnen, da sich auch die drei Gruppenzweiten mit der besten Bilanz gegen die Teams in den Rängen 1, 3, 4 und 5 direkt für die Endrunde 2022 in England qualifizieren. "Wir wollen es aber selber schaffen", sagte Nielsen. Taktisch würden sie deshalb nichts ändern. "Das Ziel ist der Sieg, und wenn es nur ein Unentschieden ist, reicht dies auch", so der Däne.

Die weiteren sechs Gruppenzweiten machen in einem Playoff im Frühjahr die drei letzten EM-Tickets unter sich aus. Bereits für die EM qualifiziert sind neben Gastgeber England auch Titelverteidiger Niederlande, Deutschland mit Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, Dänemark und Schweden.

Telegramm und Rangliste

Rumänien - Schweiz 0:2 (0:1)

Mogosoaia. - Keine Zuschauer. - SR Özcigdem (TUR). - Tore: 29. Sow (Reuteler) 0:1. 79. Crnogorcevic (Corner Reuteler) 0:2.

Schweiz: Thalmann; Aigbogun, Calo, Wälti, Rinast (57. Lehmann); Sow (85. Maendly), Gut (78. Zehnder); Crnogorcevic, Bachmann, Reuteler (85. Xhemaili); Humm (57. Fölmli).

Bemerkung: Schweiz ohne Bühler, Calligaris, Kiwic und Maritz (alle verletzt).

EM-Qualifikation. Gruppe H. In Mogosoaia: Rumänien - Schweiz 0:2 (0:1). In Marijampole (18.00 Uhr): Litauen - Belgien. - Rangliste: 1. Schweiz 7/19 (20:2). 2. Belgien 6/15 (24:5). 3. Rumänien 7/9 (12:16). 4. Kroatien 6/4 (6:18). 5. Litauen 6/0 (1:22).

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