Die wichtigsten Erkenntnisse der Pressekonferenz in aller Kürze:

  • Vladimir Petkovic bleibt Nationaltrainer, möchte seinen bis Ende 2019 laufenden Vertrag erfüllen und sich mit der Nationalmannschaft für die Euro 2020 qualifizieren.
  • Verbandspräsident Peter Gilliéron wird im kommenden Mai zurücktreten.
  • Die Firma HWH um den ehemaligen FCB-Boss Bernhard Heusler wird auf Mandatsbasis die Strukturen des Verbands unter die Lupe nehmen und Optimierungsvorschläge machen.
  • Valon Behrami ist in der Wahrnehmung von Vladimir Petkovic zurückgetreten, weshalb ein Comeback in der Nationalmannschaft nicht absehbar ist.

Peter Gilliéron weg. Claudio Sulser weg. Vladimir Petkovic weg. Alle weg. Nicht wenige hatten erwartet, dass am Freitag im Haus des Sport in Ittigen bei Bern das grosse Reinemachen im SFV verkündet würde. Dazu ist es nicht gekommen. Präsident, Delegierter der Nationalmannschaft und Trainer bleiben im Amt. Die Frage ist nun aber: für wie lange? Zumindest bei Gilliéron ist die Antwort bekannt. Er hört im kommenden Frühling auf und kandidiert nicht für eine sechste Amtszeit.

Vladimir Petkovic: «Es ist eskaliert, das tut mir leid»

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52 Tage lang hat Vladimir Petkovic geschwiegen. Nach schweren Turbulenzen und Anschuldigungen meldet sich der SFV-Coach wieder zu Wort.

Zur Tagesordnung ging man beim SFV nach der vor allem neben dem Rasen misslungenen WM-Kampagne in Russland aber nicht über. Man stellt sich der Kritik und schiebt einen Reformprozess an. "Wir haben Fehler gemacht, ich habe Fehler gemacht und dafür übernehme ich die Verantwortung", so Gilliéron. Um aus den Fehlern zu lernen, holt der SFV externe Hilfe. Die Basler Firma HWH der beiden früheren FCB-Spitzenfunktionäre Bernhard Heusler und Georg Heitz wurde beauftragt, "alles zu durchleuchten, was mit dem Nationalteam zusammenhängt, Bericht zu erstatten und Massnahmen vorzuschlagen", wie Gilliéron erklärte.

SFV-Präsident Peter Gilliéron hört im Frühling 2019 auf

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Der SFV will sich vor allem in vier Bereichen neu strukturieren und professioneller werden. 1. Die Strukturen rund um das Nationalteam sollen verbessert werden. 2. Die Nationalspieler sollen mehr Unterstützung erhalten im Umgang mit den sozialen Medien. Dafür wurde mit Vincent Cavin eine Vollzeitstelle als Sportkoordinator besetzt. Er ist Ansprechpartner für Spieler, Agenten und Klubs. 3. Der SFV will die Zusammenarbeit mit den Medien verbessern. "Wir müssen das Gespräch suchen und wieder aufeinander zukommen", so Gilliéron. Der Zugang zu Spielern und Trainer soll unkomplizierter werden. 4. In gesellschaftspolitischen Fragen will der SFV noch mehr machen, um Menschen noch besser zu integrieren.