Fussball

Murat Yakin fordert mehr Engagement für gute Rasenplätze

Basels Mohamed Salah (Nr. 22) auf dem tiefen Platz in Lausanne.

Basels Mohamed Salah (Nr. 22) auf dem tiefen Platz in Lausanne.

Der FCB-Trainer stört sich an der unterschiedlichen Qualität der Rasenplätze in der Schweiz. Während in Basel und Zürich die Unterlage stets top sei, leide der Spielfluss in anderen Stadien im Winter merklich.

Obwohl er sich per se nicht als Fan der Plastikunterlage bezeichnet, ist Murat Yakin froh, dass das heutige Cupspiel in Thun auf Kunstrasen stattfindet. In den bisherigen zwei Auswärtsspielen hat der FCB, was die Qualität des Spielfeldes angeht, nur schlechte Erfahrungen gemacht.

Das Terrain in Lausanne, wo Rotblau 2:1 gewann, glich von seiner Ebenerdigkeit mehr einem Rübenacker denn einem Fussballplatz. In Dnjepropetrowsk müssen sich Valentin Stocker und Co. eher am Strand denn auf einem Spielfeld vorgekommen sein, derart viel Sand schütteten die Ukrainer auf den Platz.

Flüssige Kurzpasskombination? «Vergiss es. Nicht auf solchen Plätzen», sagt Yakin. Nach Heimspielen im St. Jakob-Park, wo der Rasen seit Rückrundenstart einen exzellenten Eindruck macht, müsse er die Spielart jeweils drastisch umstellen. «Das schadet der Qualität des Fussballs, und somit der Qualität der Super League.» Denn: «So geht es nicht nur uns. Auch GC und der FCZ müssen sich umstellen, wenn sie auf den tollen Platz im Letzigrund wieder verlassen müssen.»

Murat Yakin hofft, dass sich der Schweizer Fussballverband und die städtischen Baubehörden dem Problem annehmen. «Wenn der Fussball den Menschen etwas bedeutet, ist eine gute Unterlage doch in ihrem Sinne.»

Der Verband habe sonst auch für jede Kleinigkeit eine Auflage, die Qualität der Spielfelder würde jedoch zu wenig streng beachtet. «Auf einem Eisfeld zu spielen, macht niemandem Spass und birgt Gefahr für Verletzungen. Die Plätze sind die Etikette des Fussballs.» Marco Streller sei auch wegen der pickelharten Unterlage in Lausanne im Rasen hängen geblieben (Streller erlitt eine Kreuzbandzerrung; d. Red.). Yakin wünscht sich, dass auch in Stadien, in denen es keine Rasenheizung gibt, nach und nach eine solche eingebaut werde. «In Deutschland schafft man es im Winter auch, trotz Schnee und Eis die Plätze in einen guten Zustand zu bringen.»

Auch die Trainingsplätze in Basel sind dem 38-Jährigen ein Dorn im Auge. So konnte der FCB bis auf die Abschlusstrainings in diesem Jahr nur auf dem Kunstrasen trainieren, der neben dem Campus liegt. «Zum Glück haben wir einen neuartigen Plastikrasen. Ansonsten wüsste ich nicht, wie wir anständig arbeiten können.» (wen)

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