Auf Portugal im ersten Heimspiel, Ungarn, Andorra, die Färöer und Lettland werden die Schweizer ab dem Herbst 2016 der Reihe nach treffen. Nach dem Geschmack von Lichtsteiner eine lösbare Angelegenheit: "Es hätte deutlich schwieriger sein können. Wir haben zum Glück keinen Gegner vom Format der Deutschen oder Spanier zugelost bekommen, gegen die man kaum punkten kann."

Sie sollten angesichts ihrer Qualitäten und Fortschritte in der Lage sein, bis am Schluss um die Topklassierung und das direkte Ticket für die Endrunde zu spielen, definiert Lichtsteiner seine Zielsetzung: "Wir müssen den Anspruch haben, mindestens Platz 2 zu belegen."

Der Stammspieler des Champions-League-Finalisten Juventus kennt die Nuancen im obersten Segment des internationalen Fussballs wie kaum ein Zweiter in der aktuellen SFV-Auswahl. "Portugal ist sehr gut, aber launisch. Bei aller Stärke haben sie eben auch Schwächen. Wenn wir ein wirklich gutes Spiel zeigen, sind sie verwundbar", sagt er zur Sportinformation.

Reals Ikone Cristiano Ronaldo zählt der Leader der Schweizer Nationalmannschaft zusammen mit Zlatan Ibrahimovic, Lionel Messi und Arjen Robben zu jenen Figuren, "die eine Mannschaft prägen, die jede Saison 20 bis 30 Treffer garantieren, die konstant den Unterschied ausmachen können - in der Liga, in der Champions League, eigentlich überall".

Mit Juve stoppte der "Swiss Express" (Juventus-Homepage) "CR7" im vergangenen Mai im Halbfinal der europäischen Klub-Elite, als Kopf der Schweizer Equipe peilt der 31-Jährige in den nächsten Duellen mit Ronaldo ähnliche Ziele an: "Er steht natürlich für die offensive Klasse der Portugiesen, aber hinten sind sie anfällig."

An der letzten WM in Brasilien bezahlten die Lusitaner wegen der von Lichtsteiner angedeuteten Defizite nach einem 0:4 gegen Deutschland und dem 2:2 gegen die USA mit dem Out in der Vorrunde. "Wenn man auf Individualisten ausgerichteten Fussball spielt, kann das schon gut gehen. Aber Ronaldo kann eben auch nicht immer alles selber lösen."

Die übrigen Teams in der Gruppe sind in den Augen Lichtsteiners durchwegs Kontrahenten, "die zwar unangenehm sind, aber die man in unserer Position natürlich bezwingen muss".