Challenge League

In Heimspiel gegen den FC Zürich: Winterthur-Captain Schuler von Petarde getroffen

Der FC Zürich steht kurz vor dem sofortigen Wiederaufstieg. Nach einem 3:0-Sieg im Kantonalduell in Winterthur fehlt den Zürchern nur noch ein Sieg aus vier Spielen. Kurz vor Schluss kam es auf der Schützenwiese ein schlimmer Zwischenfall.

Auf ähnlich souveräne Weise, wie Basel zum achten Mal in Serie Meister geworden ist, wird der FC Zürich den erwarteten Aufstieg sicherstellen. Rein mathematisch benötigt die Mannschaft von Trainer Uli Forte noch vier Punkte. Da jedoch der einzige verbliebene Rivale Neuchâtel Xamax die wesentlich schlechtere Tordifferenz aufweist (plus 29 gegenüber plus 56 des FCZ), wird ein einziger Sieg schon ausreichen. Selbst wenn dieser Erfolg nicht gelingen sollte, würde die nächste Niederlage von Neuchâtel Xamax das Gleiche bewirken.

Es gibt kaum noch Zweifel, zumal die Zürcher drei der vier ausstehenden Partien (gegen Servette, Wil und Wohlen) im Letzigrund austragen. Für das einzige Auswärtsspiel müssen die Zürcher nach Schaffhausen fahren. Schon nächsten Mittwoch bekommen die Zürcher im Match gegen Servette die erste Gelegenheit, alles zu regeln.

Eine unschöne Szene in der 85. Minute überschattete das Kantonsderby: Mutmasslich aus dem FCZ-Sektor flog eine Petarde auf den Rasen, die genau neben Winterthur-Captain Patrik Schuler am Mittelkreis explodierte. Schuler sank zu Boden und hielt sich die Ohren. Er blieb glücklicherweise unverletzt. Zurzeit wird abgeklärt, aus welchem Fansektor das Geschoss geflogen kam.

Der Match auf der Schützenwiese war zuvor härter umkämpft, als es das Resultat vermuten lässt. Nach 85 Minuten beispielsweise verpasste Luca Radice vor der Super-League-würdigen Kulisse von 9200 Zuschauern für Winterthur das sicher scheinende Anschlusstor zum 1:2. Mann des Spiels war keiner der Torschützen (Moussa Koné, Oliver Buff, Raphael Dwamena), sondern der zentrale Mittelfeldspieler Antonio Marchesano. Ihm gelang ein ausgezeichneter Match. Seine Vorbereitung zu Buffs 2:0 war der Höhepunkt des Spiels.

Jetzt kommt Gils Stiefsohn

Aarau entliess Schlusslicht Wil mit einem auch in dieser Höhe verdienten 4:0. Einer der Protagonisten war der 20-jährige Tim Hemmi bei seinem Debüt in der Challenge League. Er gehörte zu den Besten, bereitete das 1:0 vor und schoss das 3:0 kurz nach der Pause selbst. Hemmi ist der Stiefsohn des mittlerweile 38-jährigen Brasilianers Gil, der seit zehn Jahren auf dem Brügglifeld als Platzwart arbeitet. In der Super League spielte Gil lange Jahre für Aarau und Thun. 2002 war er einer der unfreiwilligen Darsteller im legendären TV-Beitrag über Hans-Peter Latour ("Das isch e Gränni").

Challenge League. Die Resultate vom Samstag:

Winterthur - Zürich 0:3 (0:1). - 9200 Zuschauer. - SR Schärer. - Tore: 3. Koné 0:1. 58. Buff 0:2. 91. Dwamena 0:3. - Bemerkungen: Eine nach 85 Minuten mutmasslich aus dem Sektor der FCZ-Fans geworfene Petarde explodierte am Mittelkreis unmittelbar neben dem Winterthurer Captain Patrik Schuler. Schuler blieb unverletzt.

Aarau - Wil 4:0 (2:0). - 2737 Zuschauer. - SR Pache. - Tore: 20. Ciarrocchi 1:0. 27. Josipovic (Foulpenalty) 2:0. 47. Hemmi 3:0. 77. Tréand 4:0.

Rangliste: 1. Zürich 32/78 (83:27). 2. Neuchâtel Xamax FCS 31/66 (58:29). 3. Servette 31/52 (50:41). 4. Schaffhausen 31/42 (52:51). 5. Aarau 32/42 (53:59). 6. Winterthur 32/35 (39:54). 7. Wohlen 31/33 (38:52). 8. Chiasso 31/30 (36:50). 9. Le Mont 31/30 (25:47). 10. Wil 32/28 (30:54).

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