Zürich
Hier geht Sportmanager Erich Vogel zurück ins Gefängnis

Ohne Handschellen, dafür mit einem scheuen Lächeln: So verliess Fussballmanager Erich Vogel am Montag das Gebäude der Staatsanwaltschaft Zürich. Es ist nicht sein Gang in die Freiheit. Er muss zurück ins Bezirksgefängnis.

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Erich Vogel verlässt das Bezirksgericht.

Erich Vogel verlässt das Bezirksgericht.

Screenshot Tele Züri

Scheu lächelnd verlässt Erich Vogel das Gebäude der Staatsanwaltschaft in Zürich und steigt in einen Kastenwagen, der in zurück ins Bezirksgefängnis bringt.

Im Gebäude der Staatsanwaltschaft Zürich kam es gestern zu einer Konfrontationseinvernahme zwischen Vogel und dem Spielerermittler Peter B. Der Regionalsender Tele Züri zeigte am Montagabend, wie der Fussballmanager das Gebäude am Mittag verlässt und in den Kastenwagen steigt.

Der langjährige GC-Sportchef Erich Vogel sitzt seit zwei Wochen im Zürcher Bezirksgefängnis in Untersuchungshaft. Er wurde zusammen mit dem Spielervermittler P. B. am 12. September festgenommen. Die Behörden werfen den beiden Erpressung vor. Geklagt hat Fredy Bickel, Sportchef der Young Boys, allerdings nicht gegen Vogel, sondern nur gegen den Spielervermittler. Die Ermittler verdächtigen Vogel, die Unterlagen, die die Basis für die Erpressung bilden sollen, bei sich im Safe aufzubewahren.

Vogel wird gemäss einer Anordnung des Zwangsmassnahmengerichts bis am 14. Oktober 2013 im Bezirksgefängnis bleiben müssen. Auch der Spielervermittler bleibt in Haft. Für Vogels Anwalt sowie die Anwältin des Spielervermittlers, Annegret Lautenbach, ist dies zu lange. «Nach der heutigen Einvernahme gibt keinen Grund mehr, meinen Klienten in Haft zu behalten», sagt die Anwältin des Spielervermittlers, Annegret Lauterbach, gegenüber «Tele Züri». Sie gehe davon aus, dass Vogel in den nächsten Tagen entlassen werde. Wenn nicht, will sie ein Haftentlassungsgesuch stellen. (rsn)