Zürich

Hausdurchsuchungen bei der Fifa – Kein Verfahren gegen Präsident Infantino

Die Bundesanwaltschaft hat Dokumente am Fifa-Hauptsitz beschlagnahmt.

Die Bundesanwaltschaft hat Dokumente am Fifa-Hauptsitz beschlagnahmt.

Am Fifa-Hauptsitz in Zürich gab es am Donnerstagabend eine Hausdurchsuchung. Beamte stellten wiederum Dokumente und elektronische Daten sicher. Ein Strafverfahren gegen Präsident Infantino ist jedoch nicht hängig.

Die Fifa findet keine Ruhe: Am Hauptsitz der Fifa in Zürich hat es eine Hausdurchsuchung gegeben. Die Bundesanwaltschaft bestätigte dies gegenüber «10vor10».

Die Untersuchung solle die bisherigen Erkenntnisse im Strafverfahren bestätigen beziehungsweise ergänzen, heisst es von der Bundesanwaltschaft. «Konkret wurden Dokumente und elektronische Daten sichergestellt, die nun auf ihre Relevanz zum laufenden Verfahren geprüft werden», so die Bundesanwaltschaft gegenüber SRF.

Die Untersuchungen richten sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft nur gegen die von der BA in früheren Stellungnahmen bekannt gegebenen Personen sowie gegen Unbekannt. Gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino sei aber kein Strafverfahren hängig, teilte die Bundesanwaltschaft gegenüber «10vor10» weiter mit.

Tweet: Mailverkehr Infantino

"Gegen Herrn Infantino ist kein formelles Verfahren eröffnet worden", sagte schliesslich auch Roman Geiser, der Sprecher der Fifa-Ethikkommission.

Geiser dementiert damit durch Schweizer und deutsche Medien verbreitete Meldungen. Die Zeitungen und Online-Portale hatten über eine drohende Sperre von 90 Tagen gegen Infantino wegen des Verdachts auf verschiedene Ethikvergehen berichtet.

Der Walliser, Ende Februar zum Nachfolger des suspendierten Sepp Blatter zum Fifa-Präsidenten gewählt, sieht sich seit dem Kongress des Weltverbandes am 13. Mai in Mexico-City mit mehreren Vorwürfen konfrontiert, sein Amt nicht ordnungsgemäss auszuüben. (sda/sha)

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