Bis dahin evaluieren die Klubvertreter diverse Übernahmeangebote, darunter jenes von Giuseppe Luongo, dem Mäzen und ehemaligen Präsident von Nyon. "Wir sind interessiert", sagte Luongo gegenüber verschiedenen Westschweizer Medien. "Ich und meine Partner haben die Mittel und den Staff für eine Übernahme." Der 52-jährige Luongo ist der Chef von "Youthstream", der Inhaberin der Rechte für die Motocross-WM. Bereits heute Montag soll er die Anwälte von Servette getroffen haben.

"Servette benötigt nicht mehr Geld als das, was ich jedes Jahr in Stade Nyonnais investiere", ist sich Luongo sicher. "Mit ein bis zwei Millionen kann der Klub existieren, er muss nur intelligent geführt werden." Der Unternehmer kann sich auch eine Partnerschaft zwischen Servette und Nyon vorstellen.

Das Gericht in Genf bestätigte derweil, dass die zuständige Richterin Fabienne Geisinger sich zum Fall nicht vor Mittwoch, vielleicht auch erst am Donnerstag, äussern wird. Sollte ein seriöses Übernahmeangebot auf dem Tisch liegen, könnte sie den Konkursaufschub gewähren. Neben Luongo soll es zwei, drei weitere Kaufinteressenten geben, unter ihnen eine Gruppe um den Servette-Sportchef Costinha.