Weitere Angaben mache sie zurzeit nicht, hiess es. Über den Termin Blatters bei der Bundesanwaltschaft hatte am Dienstagmittag das Schweizer Fernsehen SRF berichtet.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit der Vergabe der WM-Endrunde 2006 an Deutschland unter anderem wegen des Verdachts auf Betrug, Geldwäscherei und Veruntreuung. Ermittelt wird gegen den damaligen WM-OK-Chef Franz Beckenbauer, die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach, den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie den langjährigen ehemaligen Fifa-Generalsekretär Urs Linsi.

Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung. Zwanziger hatte Ende 2016 bei der Staatsanwaltschaft Koblenz selber Strafanzeige gegen die Schweizer Bundesanwaltschaft eingereicht. Er wehrt sich damit gegen die aus seiner Sicht ungerechtfertigten Ermittlungen.

Ausgangspunkt der Untersuchungen ist die Zahlung des DFB von 6,7 Millionen Euro. Sie war angeblich als Mitfinanzierung einer Galaveranstaltung deklariert, die aber gemäss Medienberichten nie stattfand. Das Geld floss offenbar dem damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus vor der WM 2006 zu.