England

Englands Fussball ruht für unbestimmte Zeit

Die Fussballstadien in England bleiben auf unbestimmte Zeit leer

Die Fussballstadien in England bleiben auf unbestimmte Zeit leer

Der englische Fussball pausiert für unbestimmte Zeit. Von den Spielern fordern die Vereine der Premier League einen Gehaltsverzicht.

Ein Ende der Fussball-Pause ist auch in der englischen Premier League vorerst nicht in Sicht. Die Vertreter der 20 Vereine einigten sich am Freitag darauf, den Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Krise für unbestimmte Zeit ruhen zu lassen. Zudem kündigten die Vereine an, ihren Spielern eine Gehaltskürzung von 30 Prozent vorzuschlagen. Dazu ist am Samstag ein Meeting mit den Spieler- und Trainergewerkschaften geplant. Auch an finanzieller Hilfe für die unteren Ligen arbeite man, hiess es. Konkrete Massnahmen wurden aber noch nicht genannt.

Eine Fortsetzung der Saison im Mai, wie es zunächst angedacht war, halten die Verantwortlichen der Vereine nicht für machbar. "Die Saison wird erst fortgesetzt, wenn es sicher und angemessen ist", teilte die Verantwortlichen der Premier League mit. Das gemeinsame Ziel sei es aber, "alle nationalen Liga- und Cupspiele auszutragen, damit die Integrität jedes Wettbewerbs gewahrt bleibt".

Zuvor hatten britische Medien von Überlegungen berichtet, die Saison im Sommer an ausgewählten Orten in England ohne Publikum zu Ende zu spielen. Alle ausstehenden Partien würden im Fernsehen übertragen. Ähnlich wie bei einer Weltmeisterschaft würden Mannschaften, Trainer und Mitarbeiter jedes Klubs für zwei Monate ein eigenes Quartier beziehen, das von der Aussenwelt isoliert ist, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus soweit wie möglich zu minimieren.

Anders als in Deutschland, Spanien und Italien hatten sich die Fussball-Profis in England noch nicht zum Gehaltsverzicht bekannt. Gespräche zwischen der Liga und den Gewerkschaften waren am Donnerstag erfolglos verlaufen. Die Spielergewerkschaft PFA monierte, Spieler sollten auf Gelder verzichten, während die Anteilseigner der Vereine verlustfrei durch die Coronavirus-Krise kämen und von dem Verzicht profitieren könnten.

Die Unsicherheit darüber, wie und wann es im englischen Fussball weitergeht, trägt mittlerweile kuriose Blüten. Wie das Onlinemagazin "The Athletic" berichtete, soll ein nicht näher benannter Klub aus der Premier League vorgeschlagen haben, die Saison in China zu Ende zu spielen, weil sich das Land bereits von der Coronavirus-Pandemie erholt habe.

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