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Die grosse Elyounoussi-Show: Beim 4:0 des FCB gegen Lugano erzielt der Norweger einen Hattrick

Im ersten Spiel der Rückrunde empfing der FC Basel den FC Lugano. Das Team aus dem Tessin belegte mit nur 18 Punkten Rang acht in der Tabelle. Basel konnte das Spiel nach einem Hattrick von Elyounoussi problemlos mit 4:0 gewinnen.

Markus Brütsch (Text), Julian Förnbacher (Liveticker)
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Der Basler Trainer Urs Fischer vor dem Spiel zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano.
Der Basler Mohamed Elyounoussi (m.) erzeilt gegen Luganese Fulvio Sulmoni (l.) und Luganese Steve Rouiller (r.) das 1:0 für den FCB.
Der Basler Mohamed Elyounoussi, 2.v.l, erzielt das 2:0 gegen Luganese Fulvio Sulmoni (l.) und den Luganese Jonathan Sabbatini (r.).
Die Basler Spieler jubeln über das 2:0 zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano.
Der Basler Mohamed Elyounoussi jubelt über sein drittes Tor im Spiel gegen den FC Lugano.
Im Flug erzielt der Basler Mohamed Elyounoussi (l.) sein drittes Tor. Der Luganese Dragan Mihajlovic (r.) ist machtlos.
Jubel über das 3:0 - Basler Matias Delgado, Basler Luca Zuffi und Basler Mohamed Elyounoussi, von links nach rechts.
Die Basler Spieler jubeln.
Der Basler Mohamed Elyounoussi, vorne im Zweikampf mit Luganese Antonini Culina, hinten.
Der Basler Michael Lang (r.) im Zweikampf mit dem Luganese Ofir Mizrachi.
Die Basler mit Matias Delgado, Torschütze Marc Janko, Michael Lang und Mohamed Elyounoussi, von links, jubeln über das 4:0.
Der Basler Mohamed Elyounoussi (r.) im Zweikampf mit dem Luganese Bruno Martignoni.

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Mohamed Elyounoussi und der FC Basel sind blendend aus der Winterpause gekommen. Der Norweger, weil ihm erstmals in seiner Profikarriere ein lupenreiner Hattrick − also drei Tore hintereinander in einer Halbzeit − gelangen, der Schweizer Meister, weil er im 19. Meisterschaftsspiel souverän mit 4:0 den 16. Sieg einfuhr und damit seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf die Young Boys auf 15 Punkte ausdehnte. Diese stehen nun heute Nachmittag gegen Sion unter Zugzwang, wollen sie ihre winzige Chance wahren, den Baslern noch nahe zu kommen.

«Wir sind auf den Platz gegangen, um unserem Publikum etwas zu bieten», sagte Elyounoussi, der grosse Held an diesem windigen Februarabend im St. Jakob-Park und der Mann, der im Herbst noch als Chancentod betitelt worden war. «Und dies ist uns zu hundert Prozent gelungen.» Offiziell 23 439 Zuschauer waren ins Stadion gekommen und dafür mit der Elyounoussi-Show belohnt worden.

Doch es war gar nicht mal der Basler Flügel gewesen, der den Rückrundenauftakt so richtig lanciert hatte. Diese Ehre hatte der Speaker gehabt, der vor der Partie die Vertragsverlängerung von Captain Matias Delgado bis zum Ende der nächsten Saison bekannt geben durfte.

Und es schien, als hätte diese Personalie die Rot-Blauen zusätzlich beflügelt. Noch waren keine zwei Minuten gespielt, als Luganos Goalie Mirko Salvi zum ersten Mal den Ball aus dem Netz fischen musste. Den Abschlussversuch von Renato Steffen hatte er zwar noch zunichtegemacht, dabei aber das Pech gehabt, dass der Ball genau dem einschussbreiten Elyounoussi vor die Füsse gefallen war.

Weil die Tessiner dann auch noch gleich ihren Verteidiger Goran Jozinovic verletzungshalber verloren, liess sich mit Fug und Recht, sagen, der neue Cheftrainer Paolo Tramezzani habe einen denkbar unglücklichen Start bei seinem neuen Arbeitgeber erwischt. «Wir waren viel zu wenig aggressiv», sagte Innenverteidiger Fulvio Sulmoni.

Lugano ohne Widerstand

Es war in der Tat erstaunlich, wie einfach sich die Gastgeber dem Lugano-Tor nähern durften. Fast wie durch Butter ging es nach 23 Minuten, als Luca Zuffi den unbehelligten Elyounoussi anspielte, der mit seinem Schuss Salvi schlecht aussehen liess. Diese Szene war kein Bewerbungsschreiben der Leihgabe für einen FCB-Kaderplatz in der nächsten Saison. Beim 3:0 durch ein Kopftor von Elyounoussi nach 36 Minuten wurde er dann von seinen Vorderleuten gleich noch ein weiteres Mal jämmerlich im Stich gelassen.

Es war zu keinem Zeitpunkt zu erkennen, dass die Gäste auch nur ein wenig im Glauben angereist waren, sie könnten in Basel erstmals seit dem 13. August 2000 gewinnen. Ja, nachdem die zweite Halbzeit eher ereignislos verlaufen war, traf der eingewechselte Marc Janko fünf Minuten vor Schluss nach Zuspiel von Michel Lang gar noch zum 4:0.

Einen sehr guten Einstand hatte bei Basel der 19-jährige Raoul Petretta als Linksverteidiger. Es war beeindruckend, wie er den neunfachen Saisontorschützen Ezgjan Alioski aus dem Spiel nahm.

Telegramm

FC Basel - FC Lugano 4:0 (3:0)

23'439 Zuschauer. - SR San. - Tore: 2. Elyounoussi (Steffen) 1:0. 23. Elyounoussi (Zuffi) 2:0. 36. Elyounoussi (Steffen) 3:0. 85. Janko (Lang) 4:0.

FC Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Balanta, Petretta; Fransson, Zuffi; Elyounoussi, Delgado (86. Pickel), Steffen (66. Callà); Sporar (78. Janko).

FC Lugano: Salvi; Mihajlovic, Rouiller, Sulmoni, Jozinovic (4. Martignoni); Sabbatini, Crnigoj, Mariani; Alioski, Sadiku, Carlinhos (78. Mizrachi).

Bemerkungen: Basel ohne Xhaka (gesperrt), Bua (krank), Gaber (Afrika-Cup), Serey Die und Traoré (nicht im Aufgebot). Lugano ohne Golemic (gesperrt), Ceesay, Culina, Franzese, Guidotti und Rosseti (verletzt). Verwarnungen: 11. Alioski (Foul). 45. Balanta (Foul).

Lesen Sie den Spielverlauf der Partie im Liveticker-Protokoll nach:

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