Europameisterschaft
Die Fussball-EM soll 2020 in ganz Europa stattfinden – auch in Basel?

Der Plan von UEFA-Präsident Michel Platini nimmt Gestalt an. Die Euro 2020 könnte in 13 Stadien verteilt über den ganzen Kontinent stattfinden. Bereits am 7. Dezember könnte die Europäische Fussball-Union (UEFA) darüber beraten.

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Spanien dominiert im Final der Europameisterschaft die Italiener
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David Silva eröffnete das Score
Als Thiago Motta verletzt ausschied, war das Spiel gelaufen
Fernando Torres lässt Buffon beim dritten Tor keine Chance
Die spanischen Fans haben viel Grund zum Jubel
Ein untröstlicher Balotelli nach dem Schlusspfiff
Unglaubliche Freude beim Public Viewing im Stadion Santiago Bernabeu

Spanien dominiert im Final der Europameisterschaft die Italiener

Keystone

UEFA-Präsident Michel Platini treibt seine Idee von einer Europameisterschaft mit zahlreichen Austragungsorten voran. Nach Informationen der "Bild" soll 2020 in insgesamt 13 Ländern gespielt werden. Nach momentanem Stand käme auch die Schweiz in Basel zu Heimspielen.

Neben Basel sind laut "Bild" auch Berlin, London, Madrid, Lissabon, Paris, Amsterdam, Brüssel, Athen, Rom, Moskau und Zagreb mögliche Spielstätten. Istanbul ist Favorit für die Halbfinals und das Endspiel, da sich die Türkei bereits mehrmals - so auch für die alleinige Ausrichtung 2020 - beworben hat. Dass Basel und nicht Bern Schweizer Austragungsort wäre, liegt in erster Linie an der grösseren Zuschauerkapazität des St. Jakobs-Parks gegenüber dem Stade de Suisse.

Noch müssen aber einige Hindernisse überwunden werden, ehe die Schweiz eventuell wieder EM-Austragungsort wird. Über Platinis Idee, die er bereits vor einigen Monaten vage vorgestellt hatte, muss zunächst das Exekutivkomitee der UEFA am 7. Dezember beraten. Ein Entscheid wird nicht vor 2013 fallen. Und selbst wenn der Kontinentalwettbewerb 2020 zum 60. Geburtstag der UEFA so durchgeführt wird, wie es dem französischen Präsidenten vorschwebt, muss auch noch die Schweizer Nationalmannschaft eine beachtlichen Teil zu Partien in Basel beitragen. Sie müsste sich als eine der besten 12 Teams für das Turnier qualifizieren.

Der Schweizerische Fussballverband, dem noch keine konkrete Anfrage der UEFA vorliegt, steht den Plänen positiv gegenüber. Es sei kein Problem in Basel auch relativ kurzfristig EM-Spiele zu organisieren, versicherte Mediensprecher Marco von Ah. Selbst EM-Partien ohne Schweizer Beteiligung könnte er sich in Basel gut vorstellen. Nach welchem Kriterium die Spielorte bestimmt würden, dürfte noch für Gesprächsstoff sorgen.

Gemäss "Bild" ist in einem ersten Entwurf geplant, die Vorrunde mit sechs Gruppen à vier Mannschaften in 12 Ländern auszutragen. Die zwei gesetzten Teams jeder Gruppe würden einen Spielort stellen. Nach momentanem Stand gehört die Schweiz zu den besten 12 europäischen Teams. Im Achtelfinale würden die sechs Gruppensieger weiter in dem Land spielen, in dem sie auch ihre bisherigen Partien bestritten haben. Die Viertelfinals würden an neutrale Standorte vergeben, die Halbfinals und der Final an ein Land.

Platini betonte, dass das neue Format nur 2020 zur Anwendung kommen soll. Vorteile sieht der Franzose vor allem im finanziellen Bereich: "Man müsste keine Flughäfen und Stadien erstellen." In Zeiten wirtschaftlicher Not sei die Idee sehr reizvoll.