Die turbulente Woche beim FC Basel endet mit einem Knall. Wunschkandidat Patrick Rahmen wechselt nicht vom FC Aarau zum FCB. Die Gespräche hat es gegeben, doch die Verhandlungen sind gescheitert. Das bestätigt FCA-Sportchef Sandro Burki am Freitagmorgen auch dieser Zeitung. "Ich freue mich, dass er bleibt", sagt Burki. "Es bleibt nichts Negatives hängen, weil Patrick Rahmen immer transparent war. Letztendlich ist es Zeichen grosser Anerkennung, wenn ein Verein wie der FCB unseren Trainer will."

Es ist davon auszugehen, dass der FC Aarau nicht für das Scheitern des Deals verantwortlich ist. Vielmehr steht der FC Basel jetzt vor einem Scherbenhaufen, den er aufgrund von Uneinigkeiten in den eigenen Reihen selber verursacht hat. Marcel Koller hat zwar immer noch ein Jahr Vertrag beim FCB. Doch der Trainer wurde durch die fehlenden Bekenntnisse und durch die Verhandlungen mit Rahmen, die laut eigener Aussage ohne Kollers Wissen geführt wurden, so sehr geschwächt, dass eine Zukunft unter diesen Bedingungen undenkbar erscheint.

Streller vs Burgener 

Obwohl Koller mit dem FCB eine erfolgreiche Rückrunde spielte und den Cup gewann, hatten sich die Verantwortlichen um Sportchef Marco Streller entschieden, nicht mit ihm in die neue Saison zu gehen. FCB-Präsident Bernhard Burgener sah aber die nackten Zahlen und deswegen eigentlich keinen Grund, Koller zu entlassen. Ausserdem missfällt dem Präsidenten, dass Rahmen von Ex-FCB-Sportchef Georg Heitz beraten wird. Aktuell ist davon auszugehen, dass diese Meinungsverschiedenheiten den Deal am Ende platzen liessen.

Wie weiter FC Basel? Bis Dienstag muss eine Lösung her. Dann trainiert der Cupsieger wieder. Es ist nicht vorzustellen, dass Marcel Koller und Marco Streller dann noch Trainer und Sportchef sind. Einer von beiden muss gehen. Vielleicht ziehen ja auch beide von sich aus den Hut. Und irgendwo in Aarau sitzt dann Patrick Rahmen und ist froh, doch nicht in diesem Wespennest gelandet zu sein.