Für einen Spieler wird das Hinspiel gegen die Schweiz ein besonderes. Steven Davis hat aufregende Wochen hinter und vor sich. Am 29. Oktober erzielte der Captain des Premier-League-Klubs Southampton beim 1:1 in Brighton sein zweites Saisontor, zwei Tage später durfte er im Buckingham Palace den tiefsten von fünf britischen Verdienstorden (MBE) entgegennehmen. Und am Donnerstag wird Davis gegen die Schweiz als dritter Nordire die Marke von 100 Länderspielen erreichen.

Nordirlands Skipper hat seit 2005 alle Höhen und Tiefen durchgemacht. Er kam zu seinem Debüt, als sich das Nationalteam in einer Baisse befand und unter Lawrie Sanchez drei Jahre kein Heimspiel gewonnen hatte. Heute sieht die Bilanz ganz anders aus. In den letzten vier Jahren hat Nordirland im Windsor Park einzig gegen Weltmeister Deutschland verloren.

Davis ist einer von drei Spielern neben Goalie Michael McGovern und Jonny Evans, der alle 900 Minuten in der WM-Qualifikation absolviert hat. Seine Rolle im Team ist ebenso unumstritten wie jene der anderen Stammkräfte. Veränderungen in der Aufstellung hatte es während der Gruppenphase nur dann gegeben, wenn dies notwendig war. Gegen die Schweiz wird das nicht der Fall sein; die wichtigsten Akteure von Trainer Michael O'Neill, der das Hinspiel ohne Gegentor überstehen will, sind allesamt fit.