Super League

«Das wäre ja fast mysteriös gewesen»

Nur ein Punkt für den FCZ im Rheinpark

Nur ein Punkt für den FCZ im Rheinpark

Nach dem Match Vaduz - FCZ (2:2) war die Gefühlslage unterschiedlich in den beiden Lagern. FCZ-Trainer Meier musste sich erklären, Vaduz-Doppeltorschütze Muntwiler war zu Scherzen aufgelegt.

Für den FCZ gab es von seinen Fans vereinzelt Pfiffe. Trainer Urs Meier sagte dazu: "Natürlich sind zwei Punkte aus den ersten zwei Spielen zu wenig für uns. Aber man darf auch nicht das Gefühl haben, dass wir irgendwohin fahren können und gleich 4:0 gewinnen, nur weil der Gegner vielleicht nicht so bekannt ist." Positiv gestimmt hat ihn, dass seine Schützlinge wie beim 1:1 gegen YB in Rückstand liegend reagieren konnten. Armando Sadiku versenkte souverän einen Penalty zum 1:1, nachdem Diego Ciccone ungeschickt Amine Chermiti gefoult hatte. Und eine Co-Produktion der beiden Eingewechselten Mario Gavranovic und Franck Etoundi bedeutete in der 71. Minute das 2:2. Ärgerlich für den FCZ war die Entstehung des 0:1. Dieses Gegentor war auf ein Geschenk von Innenverteidiger Burim Kukeli zurückzuführen. Dem albanischen Internationalen unterlief im Spielaufbau ein haarsträubender Fehlpass mit negativen Folgen. Das Pressing der Vaduzer zahlte sich in dieser Aktion voll aus.

Der FCZ trat erneut ohne seinen Offensiv-Star Yassine Chikhaoui an. Trainer Meier gewährte seinem Regisseur ein weiteres Wochenende Schonung. Vor dem Match in Vaduz hatte Chikhaoui in seine Heimat Tunesien reisen dürfen, um an einer Preisverleihung teilzunehmen, an der er für seine Leistungen geehrt wurde. Wann der Nordafrikaner für den FCZ wieder Ernstkämpfe bestreitet, darauf mochte sich Meier am Sonntag nicht festlegen. Es dauere noch "eine Weile", bis Chikhaoui zu seinem nächsten Pflichtspiel-Einsatz komme, meinte der Coach, ohne konkreter zu werden. Chikhaoui habe nach dem strengen Pensum in der abgelaufenen Rückrunde eine Pause gebraucht und müsse jetzt noch hart arbeiten, um für das Comeback bereit zu sein.

Auf der Gegenseite hatte Doppeltorschütze Philipp Muntwiler allen Grund glücklich zu sein. In der 89. Minute bot sich ihm gar die Chance, den Dreierpack perfekt zu machen. Er hatte völlig freistehend das 3:2 auf dem Kopf. Nach dem Match meinte er schmunzelnd: "Das wäre ja fast mysteriös gewesen, wenn ich sogar drei Tore geschossen hätte." Lachend fügte er an, dass er immerhin seinem Teamkollegen Naser Aliji das Maul gestopft habe, denn dieser mache sich im Training immer über seine Schuss-Qualität lustig. Das Endresultat stellte Muntwiler zufrieden. "Schade, dass wir zweimal eine Führung hergeschenkt haben, aber die Punkteteilung geht sicher in Ordnung."

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