Die Rekurskommission der Fifa legte im Juni 2016 eine Sperre von zehn Jahren fest und bestätigte die Busse von 100'000 Franken. Valcke war schuldig befunden worden, gegen verschiedene Bestimmungen des Ethik-Codes verschossen zu haben.

Valcke zog den Entscheid ans internationale Sportschiedsgericht (TAS) mit Sitz in Lausanne und schliesslich ans Bundesgericht weiter. Vor dem höchsten Schweizer Gericht machte er unter anderem geltend, sein Fall hätte vor dem TAS nach Schweizer und nicht nach internationalem Recht beurteilt werden müssen. Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Urteil hervor.

Dies hätte zur Folge gehabt, dass Valcke seine Rechte als Arbeitnehmer hätte geltend machen können. Das Bundesgericht hat diese Rüge des Franzosen jedoch abgewiesen. Vor dem TAS hatte er eine Erklärung unterschrieben, dass nicht das interne Recht zur Anwendung kommt.

Tickets und Privatjet

Die Fifa-Ethikkommission wirft dem ehemaligen Generalsekretär vor, mit Ticket-Verkäufen in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Im Kern geht es um einen Ticketingvertrag mit der Agentur JB Sports Marketing, in dessen Kontext Valcke eine Gewinnbeteiligung zugesichert worden sei.

Im Urteil des Bundesgerichts ist zudem aufgeführt, dass Valcke den Jet der Fifa für private Reisen nutzte und so im Zeitraum zwischen Januar 2011 und September 2013 Kosten von 11,7 Millionen Dollar verursachte.

Weiter hat der ehemalige Generalsekretär TV-Rechte unter Preis verkauft, um so Stimmen für die Wiederwahl von Sepp Blatter im Jahr 2011 zu sichern. Und er erhielt von seinem Sohn interne Informationen einer Firma, mit denen die Fifa in Verhandlungen stand.

Valcke war von Juni 2007 bis Januar 2016 bei der Fifa angestellt. Mitte September 2015 wurde er von allen seinen Funktionen suspendiert. Die Bundesanwaltschaft führt gegen ihn und weitere ehemalige Fifa-Mitglieder verschiedene Strafuntersuchungen. (Urteil 4A_540/2018 vom 07.05.2019)