Das Team habe etwa zwei Stunden an der Passkontrolle warten müssen und sei strengen Sicherheitskontrollen unterzogen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zudem habe ein Unbekannter dem Captain Emre Belözoglu statt einem Mikrofon eine Reinigungsbürste vor die Nase gehalten. 

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu nannte die Behandlung auf Twitter "inakzeptabel". Auch Fahrettin Altun, der Kommunikationsdirektor von Präsident Recep Tayyip Erdogan, übte scharfe Kritik. Das Nationalteam war am späten Sonntagabend auf Island angekommen. Das Qualifikationsspiel findet am Dienstagabend statt. 

Die «Schande von Istanbul»

Hierzulande ruft der Vorfall Erinnerungen an 2005 hervor. Vor dem Barrage-Rückspiel der Schweiz in der Türkei um die Qualifikation für die WM 2006 wurde die SFV-Auswahl damals am Atatürk-Flughafen von Angestellten und gegnerischen Fans schikaniert und eingeschüchtert. Die Passkontrolle dauerte damals eineinhalb Stunden, eine weitere die Auslieferung des Gepäcks.  

So wurden die Schweizer in Istanbul empfangen:

Der tagelange Psycho-Krieg gipfelte in der Skandal-Nacht von Istanbul, in der es nach dem Schlusspfiff zu Ausschreitungen zwischen Spielern und Staff-Angehörigen beider Lager kam. Die Schweiz qualifizierte sich trotz einer 2:4-Niederlage für die Endrunde in Deutschland.

Die letzten Minuten in Istanbul und die Schlägerei nach dem Schlusspfiff: