EM-Qualifikation

Auch Russland und Polen für die EM qualifiziert

Captain Artem Dsjuba freut sich mit Golowin und Osdojew über die fast perfekte Qualifikation

Captain Artem Dsjuba freut sich mit Golowin und Osdojew über die fast perfekte Qualifikation

Nach Belgien und Italien sichern sich am Sonntag auch Russland und Polen die EM-Qualifikation vorzeitig. Deutschland gewinnt trotz einer frühen Roten Karte in Estland souverän.

Zum fünften Mal in Folge qualifizierte sich Russland für die Europameisterschaft. Der WM-Viertelfinalist marschierte sicher durch die Qualifikationsspiele. In Zypern feierten die Russen mit 5:0 den siebten Sieg im achten Spiel. Valencias Denis Tscheryschew erzielte in der 9. Minute das erste und in der 92. Minute das letzte Tor.

Die bislang einzige Niederlage in der laufenden EM-Qualifikation kassierte die Mannschaft von Stanislaw Tschertschessow in Belgien. Die Belgier hatten sich die EM-Teilnahme bereits vor drei Tagen gesichert und stehen nach dem 2:0 in Kasachstan als eines von nur zwei Teams neben Italien in der EM-Qualifikation noch ohne Punktverlust da.

Polen sicherte sich in der Schlussphase den 2:0-Sieg in Nordmazedonien, der Robert Lewandowski und Co. definitiv zur EM bringt. Przemyslaw Frankowski von den Chicago Fire und Arkadiusz Milik von Napoli trafen für die Polen. Einen grossen Schritt Richtung Qualifikation machte auch Österreich, das beim direkten Konkurrenten Slowenien dank dem ersten Länderspiel-Tor von Verteidiger Stefan Posch 1:0 gewann. Eine unglückliche Figur machte Denis Popovic, der Slowene vom FC Zürich. Er sah in der 89. Minute, zehn Minuten nach seiner Einwechslung, für einen Ellenbogenschlag die Rote Karte.

Deutschland in Unterzahl zum Sieg

Deutschland (3:0 in Estland) und die Niederlande (2:1 in Weissrussland) sind zu wichtigen Pflichtsiegen gekommen und haben in der Gruppe C das drittplatzierte Nordirland um drei Punkte distanziert. Einfach wurde es den beiden Favoriten nicht gemacht. Speziell Deutschland tat sich in Tallinn lange Zeit sehr schwer gegen die Esten, die im Hinspiel in Mainz mit 0:8 untergegangen waren. Erst in der 52. Minute gelang Ilkay Gündogan das 1:0 für die Deutschen. Sechs Minuten später doppelte der Mittelfeldspieler mit einem zweiten abgefälschten Schuss nach.

Zum Zeitpunkt des Doppelschlags waren die ohnehin durch zahlreiche Verletzungen geschwächten Deutschen schon längst nur noch zu zehnt auf dem Feld. Emre Can sah nach weniger als 13 Minuten die Rote Karte wegen eines Fouls als letzter Verteidiger. Bis zur Pause waren es dann die Esten, die die besseren Torchancen hatten. Am Ende sprang dann doch ein standesgemässer Sieg heraus: Timo Werner traf in der 71. Minute zum Schlussstand.

Bei den Niederländern war Georginio Wijnaldum der umjubelte Doppeltorschütze. Der Teamkollege von Xherdan Shaqiri in Liverpool brachte "Oranje" in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit auf Kurs: Der Mittelfeldspieler traf mit einem Kopfball und einem sehenswerten Weitschuss zur 2:0-Führung. Am nächsten Spieltag könnte in der Gruppe C die Entscheidung fallen: Deutschland empfängt Weissrussland, die Niederlande gastiert in Nordirland.

Resultate und Tabellen:

Gruppe C.

Estland - Deutschland 0:3 (0:0). - Tallinn. - SR Kabakov (BUL). - Tore: 52. Gündogan 0:1. 58. Gündogan 0:2. 71. Werner 0:3.

Deutschland: Neuer; Can, Süle, Halstenberg; Klostermann, Havertz, Kimmich, Gündogan; Brandt (86. Amiri), Reus (77. Serdar); Waldschmidt (66. Werner).

Bemerkungen: Deutschland u.a. ohne Gnabry, Draxler, Ginter, Goretzka, Kroos und Sané (alle verletzt). 14. Rote Karte gegen Can (Notbremse).

Weissrussland - Niederlande 1:2 (0:2). - Minsk. - SR Sidiropoulos (GRE). - Tore: 32. Wijnaldum 0:1. 41. Wijnaldum 0:2. 54. Dragun 1:2.

Niederlande: Cillessen; Veltman, De Ligt, Van Dijk, Blind; Van de Beek (67. De Roon), Wijnaldum, De Jong; Bergwijn (89. Babel), Malen, Promes (67. Luuk de Jong).

1. Niederlande 6/15 (19:7). 2. Deutschland 6/15 (20:6). 3. Nordirland 6/12 (8:7). 4. Weissrussland 7/4 (4:12). 5. Estland 7/1 (2:21).

Gruppe E.

Wales - Kroatien 1:1 (1:1). - Cardiff. - SR Kuipers (NED). - Tore: 9. Vlasic 0:1. 45. Bale 1:1.

Ungarn - Aserbaidschan 1:0 (1:0). - Budapest. - SR Higler (NED). - Tor: 10. Korhut 1:0. - Bemerkungen: Ungarn ohne Holender (Lugano/Ersatz).

1. Kroatien 7/14 (14:6). 2. Ungarn 7/12 (8:9). 3. Slowakei 6/10 (10:8). 4. Wales 6/8 (6:6). 5. Aserbaidschan 6/1 (5:14).

Gruppe G.

Slowenien - Österreich 0:1 (0:1). - Ljubljana. - SR Cakir (TUR). - Tor: 21. Posch 0:1. - Bemerkungen: Slowenien mit Popovic (Zürich/ab 79.). 89. Rote Karte gegen Popovic.

Polen - Nordmazedonien 2:0 (0:0). - Warschau. - SR Lahoz (ESP). - Tore: 74. Frankowski 1:0. 80. Milik 2:0.

1. Polen 8/19 (13:2). 2. Österreich 8/16 (17:7). 3. Nordmazedonien 8/11 (10:11). 4. Slowenien 8/11 (13:8). 5. Israel 7/8 (12:14). 6. Lettland 7/0 (1:24). - Polen für die EM qualifiziert.

Gruppe I.

Kasachstan - Belgien 0:2 (0:1). - Nursultan. - SR Mazeika (LTU). - Tore: 21. Batshuayi 0:1. 53. Meunier 0:2.

Schottland - San Marino 6:0 (3:0). - Hampden Park, Glasgow. - SR Brisard (FRA). - Tore: 12. McGinn 1:0. 27. McGinn 2:0. 45. McGinn 3:0. 65. Shankland 4:0. 67. Findlay 5:0. 87. Armstrong 6:0.

Zypern - Russland 0:5 (0:2). - Nikosia. - SR Jovanovic (SRB). - Tore: 9. Tscheryschew 0:1. 23. Osdojew 0:2. 79. Dsjuba 0:3. 89. Golowin 0:4. 92. Tscheryschew 0:5. - Bemerkungen: 28. Rote Karte gegen Laifis (Zypern).

1. Belgien 8/24 (30:1). 2. Russland 8/21 (27:4). 3. Zypern 8/10 (13:12). 4. Schottland 8/9 (11:17). 5. Kasachstan 8/7 (9:13). 6. San Marino 8/0 (0:43). - Belgien und Russland für die EM qualifiziert.

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