Gut 13 Monate nach dem sensationellen Gewinn der Bronzemedaille an den Olympischen Spielen in Sotschi wurde somit nichts aus einem weiteren Exploit der Schweizerinnen. Sie verpassten es, zum dritten Mal nach 2008 und 2012 an einer WM in die Top 4 vorzustossen, womit der Traum von der zweiten Medaille nach Bronze vor zwei Jahren ausgeträumt ist. Mit der Viertelfinal-Qualifikation wurde aber immerhin das Minimalziel erfüllt. Es darf nicht vergessen werden, dass sich die SIH-Auswahl im Vergleich zu Sotschi mit acht neuen Spielerinnen antrat.

Dass die Schweizerinnen gegen Finnland zumindest bis zum 0:2 in der 51. Minute auf ein positives Resultat hoffen konnten, verdankten sie Torhüterin Florence Schelling. Die wertvollste Spielerin des olympischen Turniers in Sotschi hielt ihre Mannschaft mit vielen guten Paraden (total 28) im Spiel. In der 35. Minute beispielsweise rettete sie spektakulär gegen die alleine auf sie losstürmende Nina Mäkinen. Ein weiterer Big Save gelang ihr kurz vor dem zweiten Gegentor, bei dem sie allerdings nicht die beste Figur machte.

Bei beiden Toren der Finninnen waren die Schweizerinnen in Unterzahl. Eine Reaktion blieb nach dem 0:2 aus, obwohl Crameri bereits 4:20 Minuten vor dem Ende Schelling durch eine sechste Feldspielerin ersetzte. Das Risiko zahlte sich nicht aus: Rosa Lindstedt erhöhte 69 Sekunden danach auf 3:0.

Malmö (Sd). WM der Frauen. Viertelfinals: Finnland - Schweiz 3:0 (1:0, 0:0, 2:0). Russland - Schweden 2:1 (0:0, 0:1, 2:0).

Halbfinals (am Freitag): USA - Russland, Kanada - Finnland.