Champions Hockey League
Dean Kukan nach dem CL-Triumph: «Die NHL reizt mich sehr»

Lulea HF heisst der erste Sieger der auf diese Saison hin neu erschaffenen Champions Hockey League. Im Final gewann Lulea im innerschwedischen Duell gegen Frölundas mit 4:2. Den letzten Treffer erzielte der Urdorfer Dean Kukan ins leere Tor.

Nicola Imfeld
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Dean Kukan enteilt im Final seinem Gegenspieler Joel Lundqvist.

Dean Kukan enteilt im Final seinem Gegenspieler Joel Lundqvist.

Carl Sandin/freshfocus

In den letzten 13 Minuten und aus völlig heiterem Himmel trafen die Nordschweden in Überzahl dreimal und machten aus dem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung. Entscheidend war ein Fünfminuten-Ausschluss gegen Frölundas Oscar Fantenberg wegen eines Checks gegen den Kopf. Den Schlusspunkt setzte ein Schweizer - Dean Kukan traf ins verlassene Tor.

Dean Kukan, Sie haben mit Ihrem Klub Lulea die Champions League gewonnen und wurden zum besten Spieler des Finals ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen das?

Dean Kukan: Es ist immer schön, einen Titel zu gewinnen. Zudem war es auch speziell, dass wir in einem Finalspiel einen 0:2-Rückstand aufgeholt haben. Die Auszeichnung zum besten Spieler der Partie macht mich glücklich.

Sie sprechen es an, lange hat es nicht gut ausgesehen. Wie hat Lulea dieses Spiel noch gewonnen?

Wir haben immer an eine Wende geglaubt, nicht locker gelassen. In der vergangenen Woche haben wir in der Liga einen 0:2-Rückstand noch gedreht, dies hat uns Zuversicht gegeben. Ausserdem nahm Göteborg einige unnötige Strafen.

Nach diesem Triumph haben Sie wohl ausgelassen gefeiert?

Ja, wir hatten ein Nachtessen in einer Sportbar. Danach feierten wir noch mit unseren Fans. Um 2 Uhr morgens ging ich dann nach Hause.

In der schwedischen Meisterschaft steht Ihr Team auf dem 8. Platz, kämpft noch um die Playoff-Teilnahme. Welche Ziele verfolgen Sie in dieser Saison noch?

Wir haben noch einige Spiele vor uns. Wenn wir so spielen wie in den letzten Partien, können wir den Sprung unter die Top 6 noch schaffen. Dann wären wir sicher in den Playoff-Viertelfinals.

Sie sind Schweizer Nationalspieler und reisen jetzt in die Slowakei. Freuen Sie sich auf die zwei Testspiele?

Ja sehr! Mit meinen Nati-Kollegen ist es immer lustig. Es ist eine Ehre, im Nationalteam zu spielen.

Nationalspieler, Sieger der Champions League – das Fernziel ist wohl die NHL?

Klar, die NHL reizt mich sehr. Aber ich will mir Zeit lassen und mich zuerst hier in Schweden weiterentwickeln.