Eishockey NLA

Davos siegt nach turbulenter Schlussphase

Reto von Arx (rechts) scheitert an Fribourg-Keeper Benjamin Conz

Reto von Arx (rechts) scheitert an Fribourg-Keeper Benjamin Conz

Im vierten Saisonduell zwischen Fribourg und Davos setzen sich erstmals die Gäste durch. Die Bündner gewinnen 5:4 nach Penaltyschiessen.

Die Schlussphase der Partie verlief äusserst turbulent. Verteidiger Zdenek Kutlak wendete mit zwei Toren innerhalb von 91 Sekunden (57./58.) ein 2:3 in ein 4:3 und schien die Davoser auf die Siegesstrasse gebracht zu haben. Doch 69 Sekunden vor dem Ende glich Julien Sprunger für die Gastgeber aus, nachdem Gottéron kurz zuvor Goalie Benjamin Conz durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte. Am Ende konnte der HCD doch noch jubeln, da Ville Koistinen und Dario Bürgler im Penaltyschiessen als einzige getroffen hatten. Damit haben die Bündner die Serie der sich jeweils abwechselnden Siege und Niederlagen auf 13 Begegnungen ausgebaut.

Wie Kutlak schoss auch der Freiburger Anthony Stewart zwei Tore. Damit zahlte der kanadische Stürmer das in ihn gesetzte Vertrauen zurück, war doch der auslaufende Vertrag in der vergangenen Woche vorerst bis zum 2. Februar verlängert worden. In seiner elften Partie für die Westschweizer erzielte Stewart die Treffer zum 1:0 (4.) und 3:2 (44.). Zuvor war er bloss einmal erfolgreich gewesen.

In einer Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten war zunächst Fribourg das effizientere Team. Gut viereinhalb Minuten nach dem 1:0 erhöhte Benny Plüss mit seinem 18. Saisontor auf 2:0. Zuvor hatte Marc-Antoine Pouliot das Bully gegen Perttu Lindgren für sich entschieden und den Freiburger Topskorer bedient.

Am Ende des ersten Drittel liessen die Gastgeber eine 57-sekündige doppelte Überzahl ungenutzt verstreichen. Überhaupt bildete das Powerplay an diesem Abend ein Schwachpunkt, kassierte Gottéron doch gleich zwei Gegentreffer mit einem Mann mehr. Nach 38 Sekunden im zweiten Drittel konnte der Davoser Verteidiger Beat Forster alleine auf Conz losziehen und bezwang diesen zwischen den Schonern. In der 32. Minute traf Samuel Walser. Bei beiden Toren kam das Zuspiel von Andres Ambühl, der auch sonst eine starke Leistung zeigte. Der HCD reüssierte in der dritten Partie in Folge in Unterzahl; insgesamt hat er nun in dieser Saison sieben Shorthander erzielt. Für Fribourg waren es bereits die Gegentore Nummer 8 und 9 im Powerplay in der laufenden Spielzeit.

Fribourg - Davos 4:5 (2:0, 0:2, 2:2, 0:0) n.P.

BCF Arena. – 6700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Mandioni/Rochette, Müller/Wüst. – Tore: 4. Stewart (Kwiatkowski/Ausschluss Walser) 1:0. 8. Plüss (Pouliot) 2:0. 21. (20:38) Forster (Ambühl, Walser/Ausschluss Jan von Arx!) 2:1. 32. Walser (Ambühl/Ausschluss Forster!) 2:2. 44. Stewart (Mottet) 3:2. 57. (56:05) Kutlak (Reto von Arx) 3:3. 58. (57:36) Kutlak (Wieser) 3:4. 59. (58:51) Sprunger (Mauldin, Plüss) 4:4 (ohne Goalie). – Penaltyschiessen: Koistinen 0:1, Mottet -; Bürgler 0:2, Plüss -; Paulsson -, Sprunger -; Ambühl -, Pouliot -. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg, 6mal 2 plus 10 Minuten (Bürgler) gegen Davos. – PostFinance-Topskorer: Plüss; Paulsson.

Fribourg: Conz; Helbling, Abplanalp; Kwiatkowski, Ngoy; Loeffel, Birbaum; Huguenin; Vauclair, Hasani, Mottet; Mauldin, Pouliot, Plüss; Stewart, Neff, Lauper; Sprunger, Brügger, Monnet.

Davos: Genoni; Schneeberger, Forster; Guerra, Koistinen; Jan von Arx, Kutlak; Grossmann, Paschoud; Ambühl, Walser, Sieber; Bürgler, Lindgren, Paulsson; Ryser, Reto von Arx, Wieser; Kessler, Corvi, Ranov.

Bemerkungen: Fribourg ohne Dubé, Schilt, Miettinen, Bykow (alle verletzt) und Jeannin (geschont). Davos ohne Sciaroni, Back, Rizzi, Hofmann, Schommer, Aeschlimann und Guggisberg (alle verletzt). – Pfostenschüsse: 4. Pouliot, 4. Kwiatkowski, 15. Sprunger. – 46. Tor von Bürgler aberkannt (Handgoal). – Fribourg von 58:43 bis 58:51 ohne Goalie.

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