Europa League

Ein erster Matchball für die Young Boys im vollen Stade de Suisse

Saidy Janko (YB, rechts): «Wir müssen besser verteidigen.» (Bild: key).

Saidy Janko (YB, rechts): «Wir müssen besser verteidigen.» (Bild: key).

Die Berner können sich in der Europa League mit einem Sieg gegen den FC Porto für die Sechzehntelfinals qualifizieren. Im Fokus steht dabei vor allem die Defensive.

Die Europa League? Oder doch die Super League?

Wann immer Trainer Gerardo Seoane gefragt wird, welcher der beiden Wettbewerbe für YB der Wichtigere sei, dann antwortet er: «Priorität hat immer das nächste Spiel.» Und weil dieses schon am Donnerstagabend Abend in der Europa League gegen den FC Porto ansteht, denkt in Bern noch niemand an die Schlagerpartie in der Meisterschaft am Sonntag beim FC Basel.

Zumal es YB gegen den 28-fachen portugiesischen Meister in der Hand hat, sich mit einem Sieg vorzeitig für die Sechzehntelfinals zu qualifizieren. Zwar könnte es passieren, dass nach der letzten Runde auch die Glasgow Rangers und Feyenoord Rotterdam zehn Punkte auf dem Konto haben, doch wegen des direkten Vergleichs bliebe YB vor ihnen. Wie wichtig auch für die Fans die Europa League ist, kann daran abgelesen werden, dass das Stade de Suisse ausverkauft ist.

Beim Startspiel dieser Kampagne in Porto hielt YB gegen den europäischen Topklub zwar mit, verlor aber 1:2 und musste anerkennen, wie stark am Ball und wie schnell diese mit Südamerikanern und Afrikanern aufgepeppte portugiesische Equipe ist. Obwohl es sich diese nicht gewohnt ist, auf Kunstrasen zu spielen, rechnet Saidy Janko nicht damit, dass der Plastik zum grossen Vorteil für YB wird.

Der Aussenverteidiger muss es wissen. Er ist vom FC Porto bis zum Ende dieser Saison an YB ausgeliehen und kennt die Jungs auf der Gegenseite: «Die sind technisch so versiert, dass sie mit dem Kunstrasen klarkommen.» Porto liegt in der portugiesischen Meisterschaft auf Rang 2.

Vertrauen gibt YB das Wissen, im Angriff keine Wünsche offen zu lassen. In den 24 Pflichtspielen dieser Saison haben die Berner Offensivkünstler 63 Tore erzielt, ein Drittel davon allein Stürmer Jean-Pierre Nsame. Doch zu denken geben müssen die 21 Gegentore in der Liga; im Schnitt 1,4. Nur Zürich, Sion, Xamax und Thun haben mehr kassiert.

«Wir arbeiten daran», sagt Janko und verweist darauf, dass YB in der Europa League defensiv (Schnitt 1,0) besser aussehe. «Da sind wir wohl einfach ein bisschen motivierter.»

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