Diamond League
Dominic Lobalu überzeugt auch in Brüssel – mit einer Zeit, die staunen lässt

Dominic Lobalu zeigt beim Diamond-League-Meeting in Brüssel eine grossartige Leistung, verhindert knapp einen Sturz und läuft mit 12:52.15 Minuten auf Platz vier. Mit dieser Zeit wäre der Läufer des LC Brühl an der WM sogar zuvorderst gelandet.

Ralf Streule
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Dominic Lobalu, hier bei seinem Sieg in Stockholm, lief auch in Brüssel zur Hochform auf.

Dominic Lobalu, hier bei seinem Sieg in Stockholm, lief auch in Brüssel zur Hochform auf.

Bild: Thomas Windestam/Diamond League

Der Rang: stark. Die Zeit: sensationell. Langstreckenläufer Dominic Lobalu hat einmal mehr sein riesiges Potenzial unter Beweis gestellt. Am Diamond-League-Meeting in Brüssel hat der Läufer des LC Brühl über 5000 m den vierten Platz erreicht, dies in einer Zeit von 12:52.14 Minuten. Zum Vergleich: Der Weltrekord über diese Distanz liegt bei 12:35.15 Minuten (gehalten vom Ugander Joshua Cheptegei), der Schweizer Rekord von Markus Ryffel bei 13:07,54 Minuten. Und an der WM in Eugene im Juli lautete die Siegerzeit des Norwegers Jakob Ingebrigtsen 13:09.25.

Schneller als Lobalu waren am Freitagabend nur die Weltklasseläufer Jacob Krop aus Kenia, der US-Amerikaner Grant Fisher sowie Nicholas Kipkorir, ebenfalls aus Kenia. Dabei hatte Lobalu, der südsudanesische Flüchtling, kurz vor dem Ziel sogar noch auf einen Sturz eines vor ihm laufenden Athleten reagieren müssen.

Nächste Woche folgt der Auftritt auf dem Sechseläutenplatz

Lobalu war direkt aus St.Moritz vom Höhentrainingslager nach Brüssel angereist, über seine Form war er sich vor dem Rennen nicht ganz im Klaren gewesen. Zum Ziel genommen hatte er sich eine Zeit um 13 Minuten, wie er in der SRF-Übertragung nach dem Rennen erklärte.

Den grossen Coup hatte der 23-jährige Lobalu in Stockholm gelandet, als er in der Diamond League als international praktisch Unbekannter gleich das Rennen über 3000 m gewonnen hatte. Später war er auch in Monaco angetreten. Am kommenden Mittwoch folgt ein weiterer Höhepunkt, wenn er auf dem Zürcher Sechseläutenplatz anlässlich von Weltklasse Zürich ebenfalls über 5000 m starten wird. Die nötige Punktzahl für einen Platz im Zürcher Diamond-League-Final hat er sich in Brüssel beileibe geholt.