EM-Qualifikation

Der Unverzichtbare: Ohne Granit Xhaka läuft es der Nati nicht

Granit Xhaka ist für die Nati unverzichtbar geworden.

Nach dem enttäuschenden 3:3 gegen Dänemark zeigt sich vor allem eines: Die Schweiz ist mit Granit Xhaka alles. Und ohne ihn nichts. Was zeichnet ihn aus und wie sehen ihn die Mitspieler?

Granit Xhaka hatte der Partie gegen die Dänen bis zu seiner Auswechslung in der 79. Minute den Stempel aufgedrückt. Der Mittelfeldspieler war am Dienstagabend in Basel mit Abstand der beste Schweizer, vielleicht hatte ihn ja die Captainbinde beflügelt oder der gute Ruf des Gegners angespornt.

Ist es stets Xhakas Antrieb, so gut zu spielen, bis sein Vater irgendwann vollends zufrieden ist, dann war dieses EM-Qualifikationsspiel eines, das diesem Wunsch mindestens nahekam. Der 26-Jährige hatte in der Schaltzentrale jedenfalls geliefert, mit Leadership, Kreativität, Spielverständnis. Es war die perfekte Reaktion auf seine mässige Leistung beim 2:0-Sieg der Schweizer gegen Georgien zum Auftakt der EM-Qualifikation nur drei Tage zuvor.

Aber Xhaka bekam mit Fortdauer der Partie offenbar Probleme an den Adduktoren und wollte ausgewechselt werden. Und weil Trainer Vladimir Petkovic dem Anliegen in den Schlussminuten nachkam, entstanden allerorts Probleme, auch für den Coach.

Wer hätte schon ahnen können, dass die elf Schweizer auf dem Platz, die im Durchschnitt weniger als 25 Jahre alt waren, trotz einer 3:0-Führung in Panik geraten, alles bei ihnen auseinanderbricht. Die Frage nach Xhakas Wichtigkeit ist nach einer solchen Partie müssig, aber nicht nur nach einer solchen; umsonst hat er sich bei Arsenal von den britischen Medien das Urteil «Monster», das durchweg positiv gemeint ist, nicht abgeholt.

Macht Xhaka Mitspieler besser?

Doch die Mitspieler im Nationalteam müssen sich die Frage gefallen lassen, ob Xhaka sie besser macht. Oder im Umkehrschluss, ob sie schlechter ohne ihren Leitwolf sind. Besonders dann, wenn kein anderer mehr auf dem Platz steht.

Remo Freuler sagte, die Schweizer hätten zwar noch über viel Erfahrung auf dem Platz verfügt. «Aber das Selbstvertrauen ist verloren gegangen nach dem Wechsel. Man merkt, wenn Granit auf dem Platz steht.» Denis Zakaria sagte, Xhaka verleihe den Mitspielern Stabilität. «Und dennoch müssen wir das auch so heimbringen», sagte Goalie Yann Sommer.

Bei all diesen Voten schwingt im Prinzip mit, was im Weltfussball jede Mannschaft braucht, wenn sie etwas bewegen will: Leadership, Haltung, Reife, Wettkampfhärte, Können.
Oder mit zwei Wörtern umgemünzt auf das Schweizer Nationalteam: Granit Xhaka.

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