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Das sagen YB-Trainer David Wagner und Christian Fassnacht zum Sieg gegen Man United

Nach einem magischen Abend im Berner Wankdorf erzählen die Protagonisten David Wagner und Christian Fassnacht, wie sie den Sieg gegen das grosse Manchester United erlebt haben.

Pascal Kuba
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David Wagner reagiert auf einen intensives Spiel seiner Young Boys.

David Wagner reagiert auf einen intensives Spiel seiner Young Boys.

Peter Klaunzer / KEYSTONE

Wie ordnen Sie den Sieg ein?

David Wagner: Natürlich ist das ein fantastischer Abend für YB. Wir haben mit hohem Pressing begonnen und wenig zugelassen. Gleich zu Beginn haben wir auch gezeigt, was wir können. Als wir in Rückstand gerieten, war unsere Reaktion auch gut. In der zweiten Hälfte haben wir ein super Überzahlspiel gemacht. Die Jungs haben mit viel Intensität, Energie und Aggressivität gespielt. Das sind seit unserer Zusammenarbeit unsere Prinzipien und es freut mich, dass wir sie auch heute weitergeführt haben.


Welchen Eindruck hatten Sie von Ronaldo und waren Sie erleichtern, als er ausgewechselt wurde?

Er hat seinen Job gemacht, er ist ein Killer. Erleichterung habe ich aber keine gespürt bei seiner Auswechslung. Ich war total bei meiner Mannschaft. Ich sah, wie sie spielten und dachte nur: Die können gewinnen.

Denken Sie, die rote Karte war gerechtfertigt?

Ich hab’s nicht gesehen, auch jetzt noch nicht. Scheinbar ging er mit den Stollen voran. Das ist alles, was ich sagen kann.

Christian Fassnacht, Sie spielten heute ihre 200. Partie im YB-Dress. Was können Sie zum Sieg sagen?

Christian Fassnacht: Wenn ich das Drehbuch hätte schreiben dürfen, hätte ich es so gemacht. Das Spiel zu gewinnen, in der Nachspielzeit, das ist schon unglaublich. Dazu kommt, dass ich zum Mann des Spiels gewählt wurde. Besser kann es wirklich nicht mehr werden.

Harry Maguire, welche Lehren ziehen Sie aus dieser Partie, die ihr zur Hälfte zu zehnt gespielt habt?

Harry Maguire: Disziplin ist ein grosser Teil von solchen Turnieren. Klar, im Cup wären wir jetzt ausgeschieden. Aber nun müssen wir vorausschauen und zurückschlagen. Wir haben klar zu wenig gemacht nach dem 1:0. Die rote Karte war ein individueller Fehler. Beim ersten Gegentor hatten wir Pech, da der Ball noch abgefälscht wurde. Das zweite Tor war wieder ein individueller Fehler. Trotzdem finde ich, dass wir auch mit zehn Männern ohne Ball gut waren und wenig zugelassen haben mit der Dreierkette.

Ole Gunnar Solskjaer, warum haben Sie Bruno Fernandes und Cristiano Ronaldo vom Feld genommen?

Ole Gunnar Solskjaer: Das Spiel am Samstag gegen Newcastle war bereits sehr ermüdend. Beide sind viel gelaufen. Der Kunstrasen heute war ebenso kräfteraubend und infolgedessen wollte ich sie schonen.

War die rote Karte gerechtfertigt?

Nicht zwingend, es war nicht unbedingt ein schlimmes oder gefährliches Foul. Aaron ist sicherlich zu weit gegangen mit seiner Bewegung. Gleichzeitig hätte der Schiedsrichter auch eine Rote gegen YB geben müssen. Das hat er sich aber dann nicht getraut, da er das Momentum von YB nicht zerstören wollte. Ronaldo hätte in dieser Szene aber sicherlich einen Penalty bekommen sollen.

War es ein Vorteil für YB, dass sie schon mehr Spiele in dieser Saison hatten?

Sie waren voller Energie und haben intensiv gespielt. Am Ende muss man aber sagen, dass wir das Spiel selbst verloren haben. Individuelle Fehler haben heute den Unterschied gemacht. Ich finde, dass wir sie eigentlich gut in Schach hielten in der zweiten Hälfte und YBs Angriffe nicht sehr gefährlich waren. Dazu hätten unsere Mittelfeldspieler Cristiano Ronaldo mehr unterstützen sollen, er war etwas alleine dort vorne.

Das Gespräch ist aus der Pressekonferenz aufgezeichnet.

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