FC Luzern
Celestini kann sein Werk fortsetzen

Der FC Luzern verlängert den Vertrag mit seinem Trainer Fabio Celestini vorzeitig um zwei Jahre bis Juni 2023.

Daniel Wyrsch
Merken
Drucken
Teilen
In Fussballkreisen hochgeschätzt: Fabio Celestini.

In Fussballkreisen hochgeschätzt: Fabio Celestini.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Kriens, 4. Januar 2021)

Fabio Celestini geniesst in Fachkreisen einen ausgezeichneten Ruf. Sein mutiger Offensivfussball, den er früher mit seinem Heimatverein Lausanne-Sport und seit mehr als einem Jahr mit dem FC Luzern spielen lässt, begeistert. Daran hat auch nichts geändert, dass er mit seiner neu zusammengestellten Mannschaft in dieser Saison noch nicht auf Touren gekommen ist.

In 14 Spielen haben die Luzerner lediglich drei Siege (zwei gegen Sion, einen gegen Servette) errungen. Die Ausbeute von 13 Punkten ist natürlich zu wenig. Weil der FCL wegen zahlreicher positiver Covid-19-Testfälle zehn Tage der Vorbereitung in Quarantäne verbrachte und die drei ersten Spiele im neuen Kalenderjahr verschieben musste, ist das Team inzwischen auf den Barrageplatz, Tabellenrang 9, abgerutscht.

Meyer schätzt Celestinis Charaktereigenschaften

Das ist auch dem FCL-Sportchef bewusst, trotzdem hat er den Ende Saison auslaufenden Vertrag mit dem Trainer vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Remo Meyer wird in der Medienmitteilung des Klubs wie folgt zitiert: «Obwohl die aktuelle Tabellensituation nicht befriedigend ist, sind wir absolut davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist und wir diesen mit Fabio weiterhin gehen wollen. Entsprechend war für uns auch – unabhängig von der aktuellen Tabellensituation – klar, dass wir mit unserem Cheftrainer in die Zukunft gehen wollen.» Sportchef Meyer schätzt nicht nur Celestinis Können als Trainer, sondern auch dessen Charaktereigenschaften: «Mit seiner ehrlichen und authentischen Art passt Fabio perfekt zum FC Luzern und hat in seinem ersten Jahr zudem bewiesen, dass er eine Mannschaft entwickeln und besser machen kann.»

Im Profifussball in der Schweiz hatten Trainer in den vergangenen Jahren nur noch eine Verweildauer von durchschnittlich 13 Monaten pro Arbeitgeber. So lange arbeitet Celestini bereits bei den Innerschweizern. Meyer gibt in der Medienmitteilung zu Protokoll: «Wir freuen uns sehr, dass wir den Vertrag mit Fabio um zwei Jahre verlängern konnten.» Damit bestätigt der Sportverantwortliche das im Communiqué formulierte Bestreben des Vereins: «Mit der Vertragsverlängerung bekräftigen beide Seiten, den im Januar 2020 eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterverfolgen zu wollen und die Mannschaft kontinuierlich zu entwickeln.»

Meyer beantwortet Fragen der Medien erst heute

Meyer wird heute Dienstag zu den Fragen der Journalisten Stellung beziehen. Warum es am Montag keine Medienkonferenz zum neuen Kontrakt von Celestini gegeben hat, begründet FCL-Kommunikationsleiter Markus Krienbühl so: «Das ist doch bloss eine Vertragsverlängerung. Wir sind nicht der FC Bayern München.»

Fabio Celestini dankt dem gesamten FC Luzern und besonders Sportchef Remo Meyer sowie Präsident Philipp Studhalter für das entgegengebrachte Vertrauen. «Ich hatte ein Jahr Zeit, mich im Klub einzuleben und die vorhandenen Möglichkeiten und Ambitionen kennenzulernen. Den Entscheid, den Vertrag beim FC Luzern zu verlängern, habe ich mit der Überzeugung getroffen, dass wir auf einem guten Weg sind.» Gleichzeitig ist sich Celestini aber bewusst, «dass wir noch viel Arbeit vor uns haben». Darauf freue er sich enorm – und er sei stolz, «weiterhin ein Teil des Klubs zu sein», wird der Coach zitiert. Celestini kann also sein Werk fortsetzen. Seit gestern sind alle Spieler zurück aus der Quarantäne. Am Donnerstag (18.15 Uhr) spielt der FCL erstmals im Jahr 2021, zu Gast ist Servette.