Die interessantesten Gänge am frühen Sonntagmorgen bestreiten andere Mitfavoriten: Der Berner Hüne Christian Stucki trifft zum ersten Mal seit zwei Jahren, seit dem Nordostschweizerischen von Silvaplana, wieder auf Daniel Bösch, den in dieser Saison erfolgreichsten Ostschweizer. Der letzte Kilchberger Sieger (Stucki 2008) trifft auf den letzten Unspunnen-Sieger (Bösch 2011).

Der 35-jährige Nöldi Forrer, Schwingerkönig von 2001 in Nyon, beginnt gegen Matthias Glarner, einen der fünf meistgenannten Berner Sieganwärter. Diese Paarung gab es zuletzt vor einem Monat am Nordwestschweizerischen in Zuchil. Damals gewann Forrer das Direktduell, Glarner aber (mit Stucki zusammen) das Fest. Und schliesslich trifft mit Philipp Laimbacher der stärkste Innerschweizer auf Christoph Bieri, den stärksten Nordwestschweizer.

Mit Matthias Sempach und Kilian Wenger meinte es die Einteilungskommission um TK-Chef Samuel Feller genädig. Matthias Sempach, der bislang stärkste Schwinger der Saison (fünf Saisonsiege), trifft zuerst auf den Luzerner Andreas Ulrich, den Gewinner des Schwyzer Kantonalen.

Und Kilian Wenger (vier Saisonsiege), der Gewinner dreier Bergfeste (Brünig, Stoos, Weissenstein), bekommt es mit Michael Bless zu tun, dem Sieger des Appenzeller Kantonalen. Dass die beiden Berner Könige im ersten Gang, in dem traditionsgemäss die Bösesten der Bösen zusammengreifen, auf Gegner treffen, die in dieser Saison bloss ein Fest gewonnen haben und nicht dem engsten Favoritenkreis angehören, stellt eine Überraschung dar. (si)

Die Spitzenpaarungen im 1. Gang des Kilchberger Schwinget: Matthias Sempach - Andreas Ulrich, Christian Stucki - Daniel Bösch, Kilian Wenger - Michael Bless, Philipp Laimbacher - Christoph Bieri, Arnold Forrer - Matthias Glarner, Florian Gnägi - Reto Nötzli, Mario Thürig - Matthias Siegenthaler, Stefan Burkhalter - Christian Schuler, Adrian Laimbacher - Bruno Gisler, Simon Anderegg - Urban Götte.