FC Basel
Wie schon im Cupfinal: Ein effizienter FC Basel bezwingt Thun auch in der Meisterschaft mit 2:1

Ein gewohntes Bild präsentiert sich dem Zuschauer, der nach der Partie zwischen Thun und Basel auf die Anzeigetafel blickt: 2:1 für die Basler steht es dort. Mit demselben Resultat hatte die Koller-Elf gegen denselben Gegner am Wochenende den Cup geholt. Auch heute glänzt der FCB nicht, feiert aber dank eines effizienten Auftritts trotzdem einen Auwärtserfolg.

Julian Förnbacher
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Drei Punkte, zwei Tore, ein Gegentreffer: Noah Okafor, Albian Ajeti und Tician Tushi (v.l.n.r.) strahlen nach dem erneuten Sieg gegen Thun.
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Die Mannschaft jubelt erleichtert nach dem Treffer, hat sie doch den Sieg vom Sonntag im Cupfinal bestätigen können und eine Revanche der Thuner verhindern können.
Kurz vor dem Start der Verlängerung macht Kevin Bua aber alles klar und erzielt 2:1.
Aldo Kalulu's Stolperstein heisst Basil Stillhart (r.) und dann trifft auch noch Moreno Costanzo zum 1:1.
Schwer zu erkennen, wer den Ball zuerst kriegt: Aldo Kalulu (r.) im erbitterten Duell mit Chris Kablan (l.).
Der Torschütze bejubelt seinen unerwarteten Treffer, Thun steht mit 11:3 Chancen schlecht da.
Doch aller Statistiken zum Trotz trifft Samuele Campo in der 62. Minute.
Die akrobatische Einlage von Yves Kaiser beeindruckt zwar Nelson Ferreira (r.), führt aber nicht zu einem Treffer.
Der FCB findet einfach nicht richtig in die Partie. 38% Ballbesitz und ein mickriger Schuss sprechen Bände. Keine schöne Pausenbilanz.
Wie gewonnen, so zerronnen: Yves Kaiser (r.) probiert, Nelson Ferreira den verlorenen Ball wieder abzuluchsen.
Kein Durchkommen: Yves Kaiser bekundet in der zähen Partie Mühe gegen Nelson Ferreira und Kevin Bigler (v.l.n.r.).
Die erste heisse Szene spielt sich nach knapp 30 Spielminuten ab: Kevin Bua taucht in der Gefahrenzone auf, Gegenspieler Stefan Glarner (l.) fabriziert um ein Haar ein Eigentor.
FC Thun - FC Basel (22.05.2019)
Choreo der FC Thun Fans für ihren «Nello», Nelson Ferreira.

Drei Punkte, zwei Tore, ein Gegentreffer: Noah Okafor, Albian Ajeti und Tician Tushi (v.l.n.r.) strahlen nach dem erneuten Sieg gegen Thun.

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Das Spiel: Glanzloser Erfolg im letzten Auswärtsspiel

Prickelnd war die Neuauflage des Cupfinals nur drei Tage nach dem Endspiel wahrlich nicht. Unter gänzlich anderen Vorzeichen als noch im Stade de Suisse am Sonntag schickt FCB-Trainer Marcel Koller eine verstärkte B-Elf in das Spiel, in dem es für seine Mannschaft um absolut nichts mehr geht. Anders sieht es für die Thuner aus: Mit einem Sieg wäre der Europa-League-Fixplatz zum Greifen nah.

Das Spiel läuft lange so, wie man sich dies aufgrund der Ausgangslage ausgemalt hatte. Thun beginnt beherzt und erkämpft sich Spielvorteile. Weil die Berner Oberländer im Vorwärtsgang aber zu wenig konsequent agieren, können sie diese nicht in Torgefahr ummünzen. Entsprechend kann sich der Vizemeister aus Basel lange ohne grössten Aufwand schadlos halten.

Nach dem Pausentee zieht der FCB die Schrauben ein wenig an. Nach einer Stunde trifft der bis zu diesem Zeitpunkt unsichtbare, hier aber goldrichtig stehende Samuele Campo per Abstauber zum 1:0. Die Thuner geben sich nach dem Gegentor nicht auf und kommen tatsächlich zurück in die Partie: Moreno Costanzo, der auffälligste Thuner des Abends, sorgt in der 76. Minute für den Ausgleich. Weil ein Punkt den Thunern im Europa-Wettlauf nicht viel hilft, wirft Trainer Schneider in der Schlussphase alles nach vorne. Das rächt sich: Kevin Bua schliesst einen Basler Konter per Flachschuss zum 2:1-Schlussresultat ab.

Der Beste: Kevin Bua

Als Siegtorschütze ist Kevin Bua der Matchwinner. Auch vor dem Treffer ist er einer der wenigen Basler, die einen wirklich beherzten Auftritt zeigen und damit einer der wenigen von den sieben (!) neuen Spielern in der FCB-Startelf, die in der Stockhorn-Arena Eigenwerbung betreiben können.

Das gab zu reden: Thun-Legende Nelson Ferreira tritt ab, FCB-Youngster Tushi debütiert

Das Spiel stand im Zeichen des Abschieds. Thun-Legende Nelson Ferreira tritt im Alter von 36 Jahren ab. Der Schweiz-Portugiese, der seit 2002 in der Super League spielt, läuft gegen Basel ein letztes Mal vor heimischem Publikum auf. Vor dem Spiel gibt's eine Choreo für und nach dem Spiel Tränen vom Mann, der einst in der legendären Champions-League-Kampagne der Thuner gegen den grossen FC Arsenal traf. Im Ferreira-Abschied ging indes ein Debüt beinahe unter: Der 18-jährige Tician Tushi schnuppert beim FC Basel erstmals Super-League-Luft.

Spiel verpasst? Der Liveticker zum Nachlesen.