Eishockey
Uni-Eishockeyteam auf der Suche nach dem Erfolgserlebnis

Null Punkte aus fünf Spielen. Auch wenn die Leistung nur an zweiter Stelle steht, wäre ein Erfolgserlebnis beim Team von der Uni Basel in der 4. Liga willkommen.

Patrick Pensa
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Im Training geht es ordentlich zur Sache: der Spieler-Präsident Jürg Guldimann bei einer Pause.

Im Training geht es ordentlich zur Sache: der Spieler-Präsident Jürg Guldimann bei einer Pause.

Letzter der untersten Liga: ja. Einfach so mittrainieren: besser nicht. Obwohl der EHC Uni Basel mit null Punkten aus fünf Spielen am Tabellenende der Gruppe 5a der 4.Liga steht, rät mir Präsident Jürg Guldimann davon ab, auf dem Eis mitzumischen. «Auch in der 4.Liga kann man nicht einfach so mitspielen», sagt er. Eine Eishockeyvergangenheit oder allenfalls ein Schlittschuh-begeisterter Unihockeyspieler sollte man schon sein, um mithalten zu können.

Uni mit Teams in 5 Sportarten

Gut, ich stehe an der Bande des hinteren Feldes der Kunsti Eglisee. Jeden Mittwoch um 20.30 Uhr ist Training. Eishockey ist zusammen mit Badminton, Basketball, Handball und Volleyball eine von fünf Sportarten, bei der die Universität Basel im Meisterschaftsbetrieb mitspielt. Unter den fünf nimmt Eishockey aber eine Sonderrolle ein: es gibt nur eine Mannschaft, keinen Nachwuchs, keine Frauen. Und der Leistungsgedanke kommt frühestens an zweiter Stelle.

Im Vordergrund steht der Teamgeist. «Wir versuchen, alle Spieler einzusetzen. Nur weil Powerplay ist, wird nicht die erste Garde aufs Eis geschickt», sagt Guldimann, der mit 50 Jahren der älteste ist, der im Ligabetrieb zum Einsatz kommt. Eine gültige Studentenkarte ist also nicht Voraussetzung, um Eiszeit zu bekommen. Neben Studenten und Alumnis stehen auch Nicht-Akademiker in der Mannschaft, die vor 40 Jahren von Sportstudenten und Flüchtlingen aus der damaligen Tschechoslowakei ins Leben gerufen wurde.

Training auf dem Eglisee

Das Team trainierte von Beginn an auf dem Eglisee. Das bringt es mit sich, dass man erst eine Woche vor Meisterschaftsbeginn ein erstes Mal aufs Eis kann. Wieso die Mannschaft, die immer in der untersten Liga spielte, dieses Jahr so schlecht gestartet ist, hat aber noch andere Gründe. Zwei Teams haben sich kurz vor Saisonbeginn zurückgezogen, die zweiten Mannschaften von grossen Vereinen, sind eher stärker geworden und Basel vermisst seinen Spielertrainer Christop Balmer, der sich an der Schulter operieren lassen musste. Langsam nimmt das Team, dem die Uni die Eismiete zahlt, aber Schwung auf: beim 4:5 gegen Lausen kassierte man erst in der 59.Minute den entscheidenden Treffer.

Mir empfiehlt Guldimann, den Schlittschuhlauf-Kurs des Unisport-Angebots auf der Kunsteisbahn Margarethen zu besuchen. Verstärkungen für die Mannschaft können sich aber gerne bei ihm melden. Die könnte das Team wohl schon morgen gebrauchen, wenn es gegen den Leader Fischbach-Göslikon geht.

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