FC Basel

Nach Suchy-Abgang: Die neue Achse beim FC Basel

Fabian Frei (links) und Albian Ajeti: zwei Teilchen der Basler Achse, die unter der neuen Führung aufgebaut wurde.

Mit Marek Suchy verlässt einer der letzten Akteure den FCB, welcher vom Führungsduo Heusler/Heitz und nicht von jenem namens Burgener/Streller gekauft wurde. Nun wird auch der letzte Platz in der Achse des FCB-Teams neu besetzt.

«Captain, du bist dran. Geniess es ein letztes Mal», ruft Fabian Frei Marek Suchy zu. Es ist Freitagmorgen, der FC Basel bestreitet sein Abschlusstraining im Hinblick auf das letzte Saisonspiel vom Samstag gegen Neuchâtel Xamax. In zwei Gruppen verteilt spielen die Basler Sechs gegen Zwei. Suchy muss sich in die Mitte begeben, weil er den Ball verloren hat und diesem dort nachjagen.

Es wird nicht das letzte Mal sein, dass Suchy in seinem Fussballerleben, das noch ein paar Jahre andauern wird, diese Übung machen wird. Aber er macht sie ein letztes Mal mit seinen Teamkollegen beim FCB.

Das Ende einer Ära

Der Abgang von Suchy, der am Donnerstag vermeldet wurde, ist aber mehr als nur der Abgang des Captains. Es ist so etwas wie der schleichende Beginn einer bald endenden Ära. Denn mit Suchy geht einer der letzten Akteure in diesem Kader, welcher vom Führungsduo Heusler/Heitz und nicht von jenem namens Burgener/Streller gekauft wurde.

Neben Suchy stammen nur noch Eder Balanta, Blas Riveros, Kevin Bua, Zdravko Kuzmanovic und Luca Zuffi aus Einkaufstouren der alten Führung. Plus natürlich die Eigengewächse Taulant Xhaka, Eray Cömert und Raoul Petretta, welche den Sprung in die erste Mannschaft bereits in der alten Ära schafften.

Aufgabe für Streller

Mit Suchy, Xhaka und Zuffi gehören drei davon unumstritten und seit Jahren zur Stammelf. Aber nicht nur das: Sie bilden auch eine Achse, welche in den letzten Jahren das symbolische Rückgrat dieser Mannschaft war. Einst gehörte auch Tomas Vaclik dazu, bis er im vergangenen Sommer nach Sevilla wechselte.

Nun bricht mit Suchy ein weiterer Teil dieser Achse weg. Zwei Jahre nach dem Führungswechsel muss - oder je nach Sichtweise kann - Sportchef Marco Streller diese Achse nun nach seinen Ideen gestalten.

Er kann sie auf einer weiteren Position prägen. Auf einer so zentralen Position, wie sie Suchy als Innenverteidiger bekleidet und dies seit fünfeinhalb Jahren ohne grosse Abwesenheiten getan hat. Wie wichtig er war, bestätigte auch sein Trainer am Freitag. «Er hat uns im Herbst gefehlt, was diese Rückrunde auch noch einmal bestätigen konnte. Er brachte Ruhe und Stabilität und war ein wichtiger Faktor», so Marcel Koller.

Das letzte Teilchen

Der neue Mann, der für Suchy kommen wird - ob das nun Omar Alderete oder sonst wer ist - wird Bestandteil einer neuen Achse, die mit Ausnahme von Zuffi ausschliesslich von Spielern gebildet wird, die in der Ära Streller gekauft wurden.

Zwar gehört Xhaka natürlich auch immer noch zum Team und spielt in diesem eine wichtige Rolle, doch der Chef im defensiven Mittelfeld ist ein anderer: Fabian Frei. Er wird aller Voraussicht nach und folgerichtig die Captainbinde von Suchy übernehmen und damit auch offiziell der Chef dieser Mannschaft sein. Er aber ist bereist das Zentrum der Achse und dieser immer neuer werdenden Mannschaft, die langsam ihren eigenen Charakter bekommt.

Früher als geplant

Mit den Verpflichtungen von Jonas Omlin, Frei und Ricky van Wolfswinkel oder wahlweise Albian Ajeti hat Streller dieser Achse nach und nach seine eigene Prägung verliehen. Durch die Verlängerung von Zuffis Vertrag hat er dies in gewisser Weise auch auf dieser Position getan. Nun kommt in der Innenverteidigung die letzte Position dazu.

Auch wenn Streller sagt, erst nach dem Sommer 2020 - dann laufen diverse Verträge aus und besteht die Chance zum endgültigen Umbau - werde diese Mannschaft komplett seine sein, dann stimmt dies nicht ganz. Sie wird dies auf den zentralen Positionen schon ab diesem Sommer sein.

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