Unihockey
Mit einem bekannten Trainer und unbekanntem Top-Transfer in die Playoffs

Werner Haller nimmt die neue Saison als Headcoach beim 1.-Ligisten Basel Regio in Angriff. Den 52-Jährigen reizt vor allem das Umfeld um Sportchef Patrick Mendelin und er freut sich an namhaften Verstärkungen.

Cedric Heer
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Werner Haller nimmt die Saison als Headcoach in Angriff.

Werner Haller nimmt die Saison als Headcoach in Angriff.

Cedric Heer

Das Unihockey-Urgestein Werner Haller – unter anderem schon Trainer bei den NLA-Vereinen aus Grünenmatt, Reinach und Basel – blickt zuversichtlich auf die neue Saison. Mit einem jungen Team möchte er zusammen mit Sportchef Patrick Mendelin die Playoffs erreichen.

Positive Stimmung

Das Verpassen ebendieser Playoffs der letzten Saison um gerade mal zwei Punkte gegenüber Konolfingen scheint vergessen, auch das frühe Cup-Aus gegen Fricktal-Stein tut der guten Stimmung keinen Abbruch. Dementsprechend nüchtern analysiert Haller die Leistung gegen Fricktal: «Wir spielten einfach schlecht und die Niederlage war verdient.» Er fügte aber einen Punkt an, den wohl jeder aktive Unihockeyspieler kennt: «Die Cupspiele sind viel zu früh.»

Auch deshalb ist das Spiel in den Köpfen der motivierten Basler Spieler bereits abgehakt, die in der letzten Saison «das Siegen gelernt haben». «Die Mannschaft hat nach vielen Niederlagen plötzlich gemerkt, dass sie doch gewinnen kann.»

Zudem darf man bei Regio gewichtige Transfers verzeichnen. Nebst einigen U21-Spielern stehen Denis Kramer, ein Junior von Köniz und Antti Peiponnen neu im Kader. Peiponnen kommt vom finnischen Verein Tapanilan Erä, wo er sich um die interne Unihockeyschule gekümmert hatte. Bei Basel fungiert der 25-Jährige als Ausbildungsverantwortlicher und spielt zusätzlich aktiv in der 1. Mannschaft mit.

Mysteriöser Top-Transfer

Vor allem auf der Torhüterposition konnten die Basler einen grossen Namen verpflichten, der momentan aber noch nicht kommuniziert werden möchte. «Das Kader ist grösser und stärker geworden», erklärt Haller stolz. Von der Tribüne blickt er auf sein junges Team hinab und kommt ins Schwärmen: «Ich bin gerne hier, wenn ich die strahlenden Gesichter der Junioren sehe oder auch die der 1. Mannschaft. Sie sind dankbar und wollen alle zusammen etwas erreichen.» Dies war gemäss Haller auch der ausschlaggebende Punkt, weshalb er nach einer Pause wieder aktiv in den Unihockeysport zurückkehrte. «Nach diversen Gesprächen mit Sportchef Mendelin lernte ich die Leute kennen und war vor allem erfreut über die gute Zusammenarbeit aller im Verein tätigen Funktionäre.» Dies mache Freude und sei der Grund, weshalb er neben dem Berufs- und Familienleben praktisch jeden Tag in der Halle stehe.

Projekt Nachwuchsförderung

Nebst dem Fanionteam übernimmt Haller auch Aufgaben im Juniorenbereich. Durch den Zusammenschluss verschiedener regionaler Vereine in der letzten Saison zum Projekt Basel Regio kann man vor allem im Juniorenbereich stark profitieren, wo jeweils die grössten Talente im Dress von Regio auflaufen. Was sportlich eine gute Sache ist und mittelfristig das Ziel NLA bedeuten soll, verlangt von den Trainern eine ständige Kommunikation und Bereitschaft für den Verein. Nicht zuletzt deshalb ist für Haller der Mittwoch zu einem «hochheiligen Tag» geworden.

Wegweiser bereits zu Beginn

Am nächsten Wochenende geht es ins Trainingslager nach Mürren im Berner Oberland. Danach folgen die letzten Abstimmungen vor der in sechs Wochen beginnenden Meisterschaft. Erster Gegner der Nordwestschweizer wird der letztjährige Achte aus Konolfingen sein, der so aus Regio-Sicht «quasi den Playoff-Platz geklaut hat». Haller ist sich deshalb sicher: «Das Heimspiel gegen Konolfingen wird bereits ein Schlüsselspiel für die ganze Saison.»

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