Biathlon
Mario Dolder bleiben noch zwei Haltestellen bis zum Saisonende

Der Weltcup ist abgeschlossen, aber die Saison noch nicht ganz. Auf Mario Dolder warten noch die Schweizer Meisterschaft und die Militärmeisterschaften, dann steht Erholung auf dem Programm.

Patrick Pensa
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Nach der langen Saison freut sich Mario Dolder auf die Pause, will gleichzeitig aber den Schwung aus dem erfolgreichen Winter mitnehmen.

Nach der langen Saison freut sich Mario Dolder auf die Pause, will gleichzeitig aber den Schwung aus dem erfolgreichen Winter mitnehmen.

KEYSTONE

Er ist müde, hundemüde. Zu Hause schlafen, ein Traum. Aber ein kurzer. Nachdem der Weltcup am Wochenende in Russland zu Ende gegangen ist, dreht die Saison noch zwei Extrarunden. Am Wochenende laufen und schiessen die Biathleten um den Schweizer Meistertitel und ab Montag findet sich das Kader in Frankreich für die Militärmeisterschaften ein. Danach ist Wettkampfpause und für den ETH-Studenten Mario Dolder wird aus dem Reisen ein Pendeln von Zeglingen nach Zürich.

Jedes Rennen bedeutet mehr Erfahrung

«Vielleicht war die Saison zu lang», sagt er. Vielleicht wären die zusätzlichen Rennen mit der U26-EM und den Weltmeisterschaften zu viel gewesen neben dem kompletten Weltcup. «Aber jedes Rennen bedeutet auch mehr Erfahrung», sagt der 22-Jährige. Erfahrung, die er im nächsten Winter, im Olympia-Winter gebrauchen kann. «Nach dieser Saison mit der WM-Teilnahme und einigen Top-30-Resultaten im Weltcup wird Olympia auf einmal realistisch», stellt Dolder fest. Ein Grund mehr, diesen Sommer alles für den grossen Traum zu geben.

Strecke entspricht nicht mehr den Regeln

Wobei der Zeglinger noch nicht unbedingt ein Fan vom Austragungsort Sotschi ist. Für das vorletzte Weltcuprennen auf der potenziellen Olympiastrecke kam sein Gewehr nicht rechtzeitig an. Und dann war die Route eher speziell. «Die Strecke sollte wohl besonders attraktiv werden, aber jetzt ist sie so spektakulär, dass Steigung und Abfahrten nicht mehr den Regeln entsprechen», sagt Dolder. Die Strecke müsse neu gebaut werden. «Von daher hat die Hauptprobe nicht viel gebracht. Aber wenigstens bleibt die Schiessanlage gleich und ich kenne schon das ganze Drumherum», sagt er weiter.

Auf Top-Niveau mithalten können

Die persönliche Bilanz von der ersten kompletten Weltcupsaison ist positiv. Dolder konnte bei allen Stationen dabei sein und die Resultate können zwar noch konstanter werden, aber insgesamt vier Top-30-Plätze zeigen, dass er auch auf Weltniveau mithalten kann. Highlight war für den Zeglinger das Weltcupwochenende in Antholz. Zweimal unter den besten Dreissig in den Einzelrennen und mit der Staffel der sensationelle fünfte Rang. «Als Team bei der Siegerehrung dabei zu sein und das Diplom zu erhalten, war super», sagt er rückblickend. Danach ging ihm, wie dem gesamten Team, etwas die Puste aus, sodass die Schweizer Bilanz des Winters schlechter als erhofft ausfällt.

Trainerwechsel ein Jahr vor Olympia

Dass es im Schweizer Trainerstaff ein Jahr vor Olympia einen Wechsel gibt, sei kein Problem. Da der Neue, Christian Stebler, früher selbst im Team war und als Langläufer schon bei Olympia dabei gewesen sei, könnten von ihm auch neue Impulse ausgehen. Zudem bleibe ja eine Hälfte des bisherigen Trainerduos bestehen, sodass für Kontinuität gesorgt sei, sagt Dolder.

Dieses Wochenende geht es für den 22-Jährigen um nicht weniger als die Titelverteidigung. Vor einem Jahr gewann er den Sprint an der SM. «Wenn ich den nochmals gewinnen würde, wäre das super. Aber es wird bestimmt ein enges Rennen. Die Tagesform wird entscheiden», sagt er. Müde von der langen Saison sind sie alle.

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