Briefe für Tokio
Laura Stähli: "In mir lodert das olympische Feuer"

Vier Basler Sportler, ein grosser Traum. Jason Joseph, Salome Lang, Laura Stähli und Christian Kirchmayr wollen an die Olympischen Spiele 2020 in Japan. In den nächsten 300 Tagen schreiben die vier immer wieder Briefe. Zu Beginn stellen sich die Hoffnungsträger vor.

Laura Stähli
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Laura Stähli hat schon eine Bronzemedaille an Weltmeisterschaften im Gepäck. Jetzt will sie an die Olympischen Spiele.

Laura Stähli hat schon eine Bronzemedaille an Weltmeisterschaften im Gepäck. Jetzt will sie an die Olympischen Spiele.

Kenneth Nars

Mein Name ist Laura Stähli und ich bin 27 Jahre alt. Seit Jahren habe ich als Fechterin immer wieder denselben Traum: Olympia. Schon fast mein ganzes Leben lang begleitet mich der Fechtsport. Ich erinnere mich noch gut an den 17. August 2004, als ich im Fechtsaal auf der Grossleinwand miterlebte, wie Marcel Fischer in Athen der erste Schweizer Olympiasieger im Fechten wurde. Zu dieser Zeit sagte mir Olympia vielleicht noch nicht wirklich etwas. Doch als ich älter wurde, realisierte ich, dass das olympische Feuer nicht nur bei der Eröffnungsfeier entfacht wird, sondern auch in mir drin zu lodern begann. Olympia änderte sich bei mir von einem tollen Sportevent am Fernsehen zu einem Wunschtraum. Diesem komme ich
immer näher.

Im Juli 2018 zeigte ich an der Weltmeisterschaft in China mit der Bronzemedaille, was wirklich in mir steckt. Da wusste ich, dass ich den Traum von Olympia auch zur Realität machen könnte. Eine Verletzung in der letzten Saison hat mich dann aber wieder von diesem Weg abgebracht. Die Olympiaqualifikation, die im Mai begonnen hat, lief deshalb bisher nicht wie gewünscht. Jetzt bin ich aber wieder zurück und werde an den kommenden sechs Qualifikationsturnieren nochmals alles geben, um in Tokio 2020 dabei zu sein. Denn ich habe meinen Traum noch nicht aufgegeben.

Hürdenläufer Jason Joseph, Hochspringerin Salome Lang, Fechterin Laura Stähli und Badminton-Spieler Christian Kirchmayr (v.l.n.r.) stehen auf der Mittleren Brücke in Basel. In 300 Tagen wollen sie als Teilnehmer der Olympischen Spiele in Tokio für ein Bild posieren. Doch noch liegt ein steiniger Weg vor ihnen.   

Hürdenläufer Jason Joseph, Hochspringerin Salome Lang, Fechterin Laura Stähli und Badminton-Spieler Christian Kirchmayr (v.l.n.r.) stehen auf der Mittleren Brücke in Basel. In 300 Tagen wollen sie als Teilnehmer der Olympischen Spiele in Tokio für ein Bild posieren. Doch noch liegt ein steiniger Weg vor ihnen.   

Kenneth Nars