Inlineskaten
Hochburg des Inlinesports: Bei den Liestalern läuft alles rund

Randsportart hin oder her. Seit Jahren erfreut sich der Rollsportclub Liestal einer konstanten Mitgliederzahl. Mittlerweile trainieren fast zehn Fahrer des Schweizer Nationalteams in der Baselbieter Kantonshauptstadt.

Jonas Burch
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Ein eingefleischtes Team: Leandro Gross (M.) und seine Kollegen. JBU

Ein eingefleischtes Team: Leandro Gross (M.) und seine Kollegen. JBU

Leandro Mögen hier alle. Denn der 9-Jährige ist ein Paradebeispiel für die intakte Nachwuchsarbeit beim RSC Liestal. «Ich mag die Geschwindigkeit. Das kann mir kein anderer Sport geben», freut sich der Münchensteiner. Mittlerweile zählt der 1989 gegründete Verein gute 40 Mitglieder.

Chef-Trainerin Nadine Perkinson-Gloor ist seit 1990 dabei, hat als Vize-Weltmeisterin von 2005 alle Höhen und Tiefen des Inlineskate-Sports hautnah miterlebt. «Auch wenn die Sportart vor einigen Jahren zusammenbrach, konnten wir unsere Mitglieder halten», sagt sie. Mehr noch. Die Tendenz zeigt sogar nach oben, vor allem im Nachwuchsbereich. Mit regelmässigen Übungseinheiten, bieten Perkinson-Gloor & Co. ein auf jeden Jahrgang zugeschnittenes Trainings an. «So verlieren auch die Jüngsten nie die Freude am Sport», weiss Perkinson-Gloor. Mit Besuchen an Schulen oder Talent-Eye-Kursen zieht der RSC immer wieder interessierte Kinder an. «Wenn sich dann jemand für uns entscheidet, haben wir unsere Aufgabe erfüllt», sagt Perkinsn-Gloor.

Überhaupt hat sich Liestal nach und nach zur Hochburg des Skate-Sports entwickelt. Fast zehn Fahrer des Schweizer Nationalteams feilen in der Kantonshauptstadt am Feinschliff für die Einsätze auf internationaler Ebene. Aushängeschild ist Livio Wenger, der 2011 Doppel-Europameister auf den Skates und 2012 Doppel-Vizeweltmeister bei den Junioren im Eisschnelllaufen wurde. «Aber auch sonst haben wir viele junge Talente in unseren Reihen», sagt auch RSC-Präsident Oliver Moser stolz.

Dennoch bleibt der Inlinesport ein eigener Mikrokosmos in der Schweiz. Nationale Rennen gibts nur wenige, meist misst man sich auf europäischer oder der weltweiten Bühne. Dort findet der Sport noch immer Anklang. Am letzten Weltcup in Italien waren fast 300 Fahrer am Start.

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