Leichtathletik
Gregori Ott gehört nun zu den besten Schweizer Kugelstössern aller Zeiten

Mit einem Versuch auf 18,29 Meter rückte Gregori Ott (Old Boys Basel) am Pfingstmontag in Basel zum fünftbesten Schweizer Kugelstösser aller Zeiten vor. Er verbesserte seine persönliche Bestleistung um 1,20 Meter.

Rolf Spriessler-Brander
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Gregori Ott gehört nun zu den besten Schweizer Kugelstössern aller Zeiten
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400-Meter-Läuferin Simone Weber von OB Basel kurz vor dem Ziel
Stolz präsentiert Gregori Ott seine persönlcihe Besweite.
Gregori Ott (Mitte) Trainerin Ursula Jehle und Trainer Rolf Österreicher.
Marquis Richards vom TV Arlesheim.

Gregori Ott gehört nun zu den besten Schweizer Kugelstössern aller Zeiten

Sein Jubelschrei war im ganzen Stadion zu hören. Im Kugelstossen wuchtete Gregori Ott von den Basler Old Boys die 7,26 Kilogramm schwere Kugel auf 18,29 Meter und verbesserte damit seine persönliche Bestweite um 1,20 Meter. Damit ist er nun hinter Werner Günthör, Jean-Pierre Egger, Edi Hubacher und Marc Sandmeier der fünftbeste Schweizer Kugelstösser aller Zeiten, und das mit erst zwanzig Jahren.

«Ich wusste vom Training her, dass ich eine solche Weite drauf habe, aber dass es jetzt gleich so geklappt hat, überrascht mich schon», meinte Ott nach dem Wettkampf. Eigentlich sei dies für ihn eine Zwischensaison, da es in der U23-Altersklasse dieses Jahr keine internationale Meisterschaft gebe, und deshalb sei für ihn der Höhepunkt die Team-Europameisterschaft vom 21./22. Juni in Riga, Lettland. «Nächstes Jahr will ich an die U23-EM in Tallinn, Estland, und mein Fernziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio», blickt Ott ehrgeizig nach vorne. Dass dieser Enthusiasmus nicht ganz unbegründet ist, zeigt ein Blick in die Bestenlisten. Der U23-Hallen-Schweizerrekord des späteren Weltmeisters Werner Günthör liegt bei 18,01 Metern.

Fortschritte gemacht

Einen Hauptgrund für seinen enormen Leistungssprung sieht Gregori Ott, der nach wie vor unter Ursula Jehle bei den Old Boys trainiert, in den technischen Fortschritten, die er mit Unterstützung des deutschen Trainers Rolf Österreich aus Chemnitz gemacht hat. Österreich gilt als Erfinder der Drehstosstechnik und war am Pfingstmontag im Stadion, als sein Schützling, mit dem er seit Ende 2013 intensiver zusammenarbeitet, seine neue persönliche Bestleistung aufstellte.

Für die nationalen Höhepunkte sorgten der Fribourger Sprinter Pascal Mancini, der im ersten Wettkampf nach seiner Dopingsperre in 10,28 Sekunden über 100 Meter die EM-Limite für Zürich unterbot, und die Langhürdlerin Petra Fontanive (LAC TV Unterstrass Zürich), die in 57,80 Sekunden über 400 Meter Hürden ihre Limite für die Europameisterschaft in Zürich bestätigte.

Richards startet in Lausanne

EM-Kandidat Maquis Richards (TV Arlesheim), der soeben von einem Wettkampf in Innsbruck zurückgekehrt war und kommenden Freitag in Frankreich antritt, nahm den Wettkampf in Basel als «Trainingsgelegenheit» und war mit seinen 5,20 Metern grundsätzlich zufrieden. Besondere Freude macht ihm das Aufgebot für das Diamond-League-Meeting in Lausanne vom 3. Juli.

Die Riehenerin Simone Werner von Old Boys Basel überraschte mit einer persönlichen 400-Meter-Bestzeit von 54,47 Sekunden. «Nachdem ich vor zwei bis drei Wochen noch krank gewesen war, hätte ich mir diese Zeit heute nicht zugetraut», meinte die amtierende 400-Meter-Schweizermeisterin und geht mit Zuversicht in die nächsten Wettkämpfe.

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