FC Basel

Fischer lobt die beiden Neuzugänge Bjarnason und Janko

Im Spiel gegen GC setzte der FCB-Trainer auf die Karte Risiko und liess die Neuzugänge Spielpraxis sammeln. Insgesamt fünf neue Spieler standen beim Sieg gegen GC in der Stammformation und lieferten zwei Tore und eine Vorlage.

Urs Fischer hatte sich Gedanken, ja sogar Sorgen gemacht vor dem Spiel gegen GC: Einerseits wollte er das zweite Saisonspiel, gleichzeitig auch das erste Spitzenspiel zweier siegreicher Teams der ersten Runde, nicht verlieren. Andererseits wusste Fischer, dass er seinen zahlreichen Neuzugängen unbedingt Spielpraxis geben musste. Und gleichzeitig musste der FCB-Trainer auch noch an nächsten Mittwoch denken, wenn Basel in der CL-Qualifikation auswärts in Polen auf Lech Posen trifft. «Die Spieler brauchen Minuten, auch in Hinsicht auf die nächsten Wochen», erklärte er nach dem Spiel.

So liess der FCB-Coach mit Hoegh, Lang, Kuzmanovic, Bjarnason und Janko also gleich fünf Neuzugänge von Beginn an auflaufen. Durchaus ein Risiko, wie er breitwillig zugab. Er habe seinen Spielern vor dem Spiel gesagt: «Ich kann dann nur dreimal wechseln, nicht dass ihr mir auf dem Feld dann alle aufstreckt.» Nach den 90 Minuten gegen ein gutes GC war Fischer dann rundum zufrieden. Das Risiko hatte sich ausbezahlt. Hoegh, Lang, Bjarnason und Janko spielten allesamt über die volle Distanz. Nur Kuzmanovic wurde – nach einer laufintensiven Partie – kurz vor Schluss ausgewechselt. Und auch bei Behrang Safari, der in der 79. wegen Muskelproblemen ausgewechselt werden musste, gab der Coach Entwarnung: «Es war nur eine Vorsichtsmassnahme. Der Muskel machte zu und er hatte Krämpfe.»

Co-Produktion der Neuzugänge

Auch die Neuzugänge waren froh über die vom Trainer verordnete Spielpraxis. Birkir Bjarnason betonte nach dem Spiel, dass er nach nur zwei Wochen Training natürlich noch nicht bei hundert Prozent sei, «aber es war sehr wichtig, jetzt 90 Minuten zu spielen und in den Rhythmus zu kommen.» Fischer war sowohl mit ihm als auch mit Marc Janko äusserst zufrieden: «Birkir war unermüdlich, immer unterwegs. Dazu war er auch in der Defensive immer präsent.» Und von Janko war er begeistert: «Marc hat den Ball sehr gut behauptet, und uns Entlastung gegeben. Er wurde dann für seine gute Leistung durch das Tor belohnt.»

Das Tor zum zwischenzeitlichen 2:2 war eine Co-Produktion der Neuzugänge: Scharfe Flanke Bjarnason, Kopfball Janko, Tor. So soll dies möglichst auch in der Champions League klappen. Doch Fischer lässt sich noch nicht in die Karten schauen, wie viele Neuzugänge er am Mittwoch von Beginn an auflaufen lassen wird. Zuerst stehe die Regeneration im Vordergrund. Es könne theoretisch auch sein, dass man mit derselben Aufstellung wie am Samstag auflaufe.

Änderungen wahrscheinlich

Es ist aber anzunehmen, dass der Ex-Thun-Trainer nicht nochmals das Risiko eingehen wird und fünf Neuzugänge gleichzeitig aufs Feld schickt. Gut möglich, dass am Mittwoch Spieler wie Embolo, Xhaka oder Elneny von Beginn an spielen werden. Bjarnason und Janko jedenfalls scheinen nicht wirklich mit einem Einsatz zu rechnen und betonen die vielfältigen Möglichkeiten des Trainers. «Es war ein hartes Spiel heute und wir haben ein grosses Kader, zwei Spieler für jede Position. Wir werden auf jeden Fall fit sein», meinte Bjarnason. Janko ergänzte: «Wir haben auch noch einen wahnsinnig starken Breel Embolo auf der Bank, haben eine grosses Kader. Egal wer am Mittwoch spielt, Hauptsache ist, die Mannschaft gewinnt.»

Ganz Teamplayer also, die beiden Neuen. Gesetzt sein am Mittwoch dürften Hoegh, der in der Innenverteidigung mit abgeklärten Leistungen und guter Spielauslösung Fabian Schär vergessen macht, sowie Zdravko Kuzmanovic, der mit seiner Ruhe und Erfahrung im Zentrum Gold wert ist. Ausserdem in der Stammformation zu erwarten ist Michael Lang, der gegen seinen Ex-Club das erste Tor für den neuen Arbeitgeber erzielte. «Es ist als Verteidiger nicht alltäglich, dass man die Mannschaft zum Sieg schiesst, umso mehr geniesse ich das», sagte der Aussenverteidiger, der nach dem Tor «aus Respekt vor den Fans und dem Ex-Club» auf ausgelassenen Jubel verzichtete.

Fortschritt, Fortschritt, Fortschritt

Auch er war zufrieden mit der zusätzlichen Spielpraxis: «Wir haben einen spielerischen Fortschritt gesehen. Und bei mir persönlich auch einen konditionellen Fortschritt.» Fischer griff das Wort ebenso auf: «Der Rhythmus heute war schon höher, man hat einen Fortschritt gesehen», beschrieb er die Entwicklung seit dem ersten Spiel gegen Vaduz. Fortschritte braucht es auch, denn am Mittwoch wartet mit dem polnischen Meister eine gefährliche Aufgabe. Als «eine sehr eingespielte, kompakte Mannschaft, die kaum Abgänge hatte und sich gut kennt» beschreibt sie Fischer. Da ist es wichtig, dass alle Spieler im Rhythmus sind – Spielpraxis am Samstag sei Dank.

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