Volleyball
Favorit Therwil muss gegen den Aussenseiter Federn lassen

Mit dem Ziel «dem Tabellenfürer das Leben schwer zu machen», ging der Aussenseiter in Pfeffingen ans Werk. Es entwickelte sich aber weit besser als erhofft: Der Sm’Aesch Pfeffingen schlägt VB Therwil nach vier Sätzen mit 3:1.

Paul Ulli
Drucken
Teilen
Lisa Gysin umspielt den Therwiler Block mit Rebekka Buser und Simone Bein.
6 Bilder
Favorit Therwil muss Federn lassen
Andrina Nussbaumer smasht ueber den Aescher Block.
Manuela Burkhard ueberspielt den Smaesch Block.
Fabienne Geiger rettet akrobatisch.
Fabienne Geiger bei der Ballannahme.

Lisa Gysin umspielt den Therwiler Block mit Rebekka Buser und Simone Bein.

Martin Töngi

Im 1.-Liga-Derby zwischen dem designierten Aufstiegsanwärter VB Therwil und dem im breiten Mittelfeld der Tabelle klassierten Nachwuchsteam von Sm’Aesch Pfeffingen, stand es nach Sätzen überraschend 2:1 für den Aussenseiter. Und im vierten Satz lag die Mannschaft von Trainer Hannes Nowotny zwischenzeitlich mit zehn Punkten voran und marschierte mit Riesenschritten der Sensation entgegen.

«Dem Tabellenführer das Leben schwer machen»

Doch beim Spielstand von 18:9 besonnen sich die Therwilerinnen ihrer Favoritenrolle und kamen resultatmässig wieder bis auf 22:21 heran. In diesen für die Sm’Aesch-Akteurinnen schwierigen Situationen ist auch im Volleyball Routine gefragt, doch die sucht man im Team des Birstaler Kombinats vergebens.

So musste es halt jemand anders richten. Und aufgrund der bisher starken Leistung in dieser umstrittenen Partie überraschte es wenig, dass es die erst 16-jährige Lisa Gysin war, die mit zwei riskanten, aber sauber gespielten Smashes ihre Mannschaft zum ersten Matchball führte, welchen dann Alexandra Keller auf der Mittelposition sicher verwertete. «Wir wollten dem bislang ungeschlagenen Tabellenführer das Leben schwermachen», sagte die strahlende Diagonalangreiferin und eigentliche Matchwinnerin nach dem Spiel.

Nachdem die Gastgeberinnen dank der starken Fabienne Geiger und Audry Wallnöfer den Startsatz relativ deutlich zu ihren Gunsten entschieden hatte, drehte der Favorit im zweiten Satz den Spiess um und verwandelte einen 13:14-Rückstand dank einer unglaublichen Aufschlagsserie von Tanja Lüdin (10 Punkte) zum Satzausgleich.

«Wir wollen immer gewinnen»

Im dritten Satz nahm Sm’Aesch-Passeuse Stéphanie Bannwart die Herausforderung in Sachen Serviceserie an und buchte ihrerseits gleich acht Punkte in Folge und öffnete damit die Tür zur erneuten Satzführung. Jetzt zeigte auch Sm’Aesch-Coach Nowotny Emotionen und jubelte bei Gewinnpunkten lautstark: «Wir sind zwar ein reines Ausbildungsteam, doch auch wir wollen immer gewinnen.»

Ganz anders die Gefühlslage natürlich bei seinem Gegenüber, VBT-Cheftrainer Martin Brin: «Wir haben die sehr engen Platzverhältnisse in der Pfeffinger Mehrzweckhalle schlicht unterschätzt. Es war aber für meine sieggewohnten Spielerinnen ein Schuss vor den Bug im richtigen Moment und der Sieg von Sm’Aesch verdient.»

Mit dieser Aussage verkommt der eingereichte Protest der Gäste wegen des nicht meisterschaftstauglichen Netzes zur Randnotiz.

Aktuelle Nachrichten