Eishockey

Doch kein Lichterlöschen in Basel? Verhandlungen machen Sharks Hoffnung

So sah ein durschnittliches Spiel der EHC Basel Sharks aus: NLB-Eishockey in einem modernen Stadion vor einer Handvoll Zuschauer.

So sah ein durschnittliches Spiel der EHC Basel Sharks aus: NLB-Eishockey in einem modernen Stadion vor einer Handvoll Zuschauer.

Basel hat die Bilanz deponiert. Aber pleite ist das NLB-Eishockey-Unternehmen noch nicht. Verhandlungen mit Investoren sind angelaufen.

Volkstümlich formuliert ist Basel Konkurs. Pleite. Aber ganz so schnell geht es dann eben doch nicht. Basel hat erst einmal hochoffiziell das Konkursverfahren beantragt.

Bis in zehn Tagen, dem Montag, 7. Juli, kann der Verwaltungsrat eine Lösung präsentieren und den eingereichten Konkursantrag wieder zurückziehen.

Oder es kann am 7. Juli ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden, um doch noch eine Lösung zu finden, welche die EHC Basel Sharks retten könnte.

Wenn es eine Chance gibt, dann ist der Konkursrichter in der Regel bereit, eine solche Verlängerung zu gewähren. Die Lizenz ist in diesem Zusammenhang nie ein Problem.

Bis zum 15. Juli kann Basel die Lizenz für nächste Saison beantragen. Wenn eine Fristverlängerung notwendig wird, dann gibt es die immer - die Liga interpretiert, wie uns das Beispiel Kloten vor zwei Jahren gezeigt hat, ihre eigenen Reglemente mit der Kreativität eines Salvatore Dalì.

Es gibt Interessenten

Die Meldung, Basel sei pleite und verschwinde von der Landkarte, hat – wie stets in solchen Fällen – Schockwellen ausgelöst und allerlei und wirklich alle aus dem Busch geklopft.

Wie erwartet haben sich inzwischen Interessenten gemeldet, um doch noch eine Lösung zu finden. Auch solche ausserhalb der Kantons- und Landesgrenzen.

Tatsächlich bestätigt Basels Geschäftsführer Pascal Suter auf Anfrage: «Ja, es stimmt, wir führen Gespräche mit möglichen Investoren. Wir arbeiten alle mit Hochdruck an einer Rettung. Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. So lange eine Chance besteht, geben wir nicht auf.»

Er sagt auch, die Solidarität der Spieler sei gross und niemand verlasse das sinkende Schiff bevor es tatsächlich untergegangen sei.

Weil Basel ein intaktes Team, ein kompetentes Management, eine funktionierende Nachwuchsabteilung und eine sehr gute Infrastruktur zu bieten hat, ist eine Rettung durchaus denkbar. Zumal diese Rettung gar nicht so teuer ist.

Die Strukturen im Basler Hockey-Business sind überschaubar, es gibt keine «Leichen im Keller» des Unternehmens und in der Buchhaltung steht von Saison zu Saison ein Verlustvortrag von rund 700 000 Franken. Oder noch anders gesagt: In Basel ist in der Sport-Brockenstube eine Hockey-Rolex zu haben.

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