Synchronschwimmen
Die nächste Hürde kann kommen: Lea Felber «tanzt» sich an die Spitze

Die 14-jährige Lea Felber aus Riehen will sich an der Swiss Youth Competition in Lugano für den Comen Cup, die Jugend-Weltmeisterschaft, qualifizieren. «Ich schätze meine Chance recht gut ein», sagt die Wasserratte voller Zuversicht.

Von Claudine Müggler
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Seit neun Jahren ist das Wasser Lea Felbers Element.zvg

Seit neun Jahren ist das Wasser Lea Felbers Element.zvg

Der Comen Cup ist einer der wichtigsten Jugendwettkämpfe im Synchronschwimmen, der auch als Weltmeisterschaft der Jugend bezeichnet wird. Um in Andorra im Solo starten zu können, muss sie sich unter anderem auch an der Swiss Youth Competition in Lugano möglichst weit vorne klassieren. Dort werden an diesem Wochenende neben den Nationalteams auch einzelne Vereine starten. So auch der Schwimmverein beider Basel, bei dem Lea Felber trainiert.

«Ich schätze meine Chance recht gut ein. Ich probiere einfach mein Bestes zu geben und zu zeigen, wofür ich das ganze Jahr trainiert habe», sagt Lea Felber. Für eine optimale Wettkampfvorbereitung reist sie schon vorher, mit dem Schweizer Jugendkader, ins Tessin und wird sich in Tenero in einem Trainingslager nochmals voll auf den Sport fokussieren. «Vor einem Wettkampf reduziere ich mein Training allerdings, damit ich am Tag X meine beste Leistung abrufen kann.»

«Synchronschwimmen ist ein sehr komplexer Sport. Das macht für mich auch den Reiz aus», sagt die 14-Jährige. «Es spielen viele Faktoren eine Rolle, damit alles stimmt. Man muss Ausdauer haben, genügend Luft, aber auch die Bewegungen müssen stimmen, um am Schluss eine gute Figur abzugeben.» Egal ob im Team, in der Combo, im Duett oder Solo, ihr mache alles grossen Spass. Doch wenn sie wählen müsste, würde sie sich fürs Solo entscheiden. «Da bin ich ganz ich selbst und kann mich verwirklichen», fügt sie an.

Im Solo konnte sie bis anhin auch ihre grössten Erfolge feiern. Letztes Jahr belegte sie bei jedem nationalen Wettkampf einen Podestplatz. Ausserdem gewann sie im November beim International Swedish Open in Stockholm im Solo ihren ersten internationalen Titel und holte mit der Combo Silber.

Seit neun Jahren trainiert die Riehenerin bereits. «Direkt nachdem ich schwimmen gelernt hatte, fing ich schon mit dem Synchronschwimmen an», antwortet sie lachend. «Ich habe gesehen, wie meine Schwester das macht, und wollte es unbedingt auch lernen.» Mittlerweile hat sie einen straffen Trainingsplan. Doch da sie das Sportgymnasium in Basel besucht, kann sie Sport und Schule gut vereinbaren.

Im Moment trainiert sie täglich im Schwimmbecken, nebenher macht sie noch Ballett und Krafttraining, um im Wasser die perfekte Figur zeigen zu können. Die Kür wird auch erst mal im Trockenen geübt, bevor es an die Umsetzung im Wasser geht. «Solange mein Körper mitmacht und ich noch so grossen Spass daran habe wie jetzt, werde ich sicher weitermachen und versuchen mein Bestes zu geben, damit ich noch einige Titel gewinnen kann», fügt sie an. «Jedoch ist es für mich keine Pflicht. Ich kann, wenn ich will, muss aber nicht.»

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