Mountainbike
Die eigenen Grenzen herausfordern: Leumann macht den nächsten Schritt

Katrin Leumann will im zweiten Profi-Jahr an die Leistungen in der letzten Saison anknüpfen. Auch wenn der 3. Platz in Albstadt Leumanns einziger Weltcup-Podestplatz blieb, liegt sie voll im Fahrplan für Rio 2016.

Jonas Burch
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Der Kurs stimmt: Katrin Leumann startet Ende Februar auf Zypern so richtig in die neue Saison. Keystone

Der Kurs stimmt: Katrin Leumann startet Ende Februar auf Zypern so richtig in die neue Saison. Keystone

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Spätestens als Katrin Leumann nach der Siegerehrung zur Basler Sportlerin des Jahres am Flughafen vom Abendkleid zu den Sportklamotten wechselte, wusste sie: Jetzt geht’s wieder los. Drei Wochen Südafrika, nicht als Touristin, sondern zum Trainieren. «Seit ich einen neuen Betreuer habe, kamen mir die früheren Trainingslager in Südafrika wie Veloferien vor», sagt Leumann.

Zwei Trainings am Tag

Seit einem Jahr ist Riehenerin als Profi unterwegs und ordnet dem Sport alles unter. Zwei Trainingseinheiten stehen täglich auf dem Programm – für die 32-Jährige kein Problem. «Ich bekomme schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich wegen der Regeneration nur auf dem Sofa herumsitzen kann», sagt sie schmunzelnd. Auch wenn der dritte Rang in Albstadt Leumanns einziger Podestplatz im letztjährigen Weltcup blieb, fühlt sie sich voll im Soll. «Bei so vielen Umstellungen fehlen noch gewisse Feinheiten. Trotzdem liege ich über meinem Zeitplan», weiss die Baslerin.

Podest-Platz im Visier

In der kommenden Saison, die Ende Februar mit den ersten internationalen Rennen auf Zypern langsam Fahrt aufnimmt, will Leumann ans Vorjahr anknüpfen – und bestenfalls einen Schritt nach vorne machen. Denn Ziele gibt es viele. Einen Podest-Platz im Weltcup, eine Steigerung zu den beiden fünften Plätzen an den letzten beiden Europameisterschaften oder endlich eine überzeugende Weltmeisterschaft zum Ende der Saison fahren. «Die Leistungsdichte ist mittlerweile enorm hoch. Deswegen reicht es heute nicht mehr, nur nebenbei zu trainieren», sagt Leumann.

Voller Angriff erst nächste Saison

Für die Europameisterin von 2010 ist die kommende Saison vor allem eine «Durchgangsstation» im Hinblick auf Rio. Zwei Jahre will sie sich bewusst Zeit nehmen, um alles perfekt aufeinander abzustimmen. Das erste Jahr ist vorbei. Ab 2015 will Leumann dann endgültig angreifen und sich für Rio 2016 in Form bringen. Bis dahin hofft die Bikerin, dass sie von ihren immer wiederkehrenden Rückenschmerzen loskommt. Aber auch in dieser Hinsicht blickt Leumann positiv der Zukunft entgegen. Der Fahrplan stimmt. «Ich bin aber noch nicht an meinen Grenzen angekommen. Jetzt gilt es, das Letzte aus mir herauszuholen», sagt sie kämpferisch.

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